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Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 des Polizeipräsidiums Konstanz

Die Straftaten sinken, aber Gewalt gegen das Leben und Einsatzkräfte steigt an. Die Kriminalität zeigt eine differenzierte Entwicklung im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz.

Foto: unsplash

Konstanz (ost)

Die Kriminalität im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz zeigt auch 2025 eine differenzierte Entwicklung. Insgesamt sind die Straftaten rückläufig, einzelne Bereiche wie Gewaltkriminalität gegen Einsatzkräfte oder Straftaten gegen das Leben weisen jedoch steigende Zahlen auf.

Bei den Straftaten werden im Jahr 2025 insgesamt 28.328 Delikte erfasst – ein Rückgang von 10 % im Vergleich zum Vorjahr (31.491 Fälle). Dabei sind in allen vier Landkreisen rückläufige Zahlen zu beobachten. Auch die sogenannte Häufigkeitszahl – die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner – zeigt eine positive Entwicklung: Für das Polizeipräsidium Konstanz liegt sie deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Statistisch betrachtet kann das Leben im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz also weiterhin als vergleichsweise sicher bezeichnet werden.

Betrachtet man die einzelnen Deliktsbereiche, so zeigt sich folgendes Bild:

Die Straftaten gegen das Leben steigen deutlich an. Mit 28 Fällen liegen die Taten über dem 5-Jahres-Mittelwert von 23 Fällen. Acht Menschen verlieren ihr Leben. Ein positiver Trend zeigt sich jedoch bei den Körperverletzungsdelikten: Im Jahr 2025 werden insgesamt 3.366 Fälle registriert, rund 370 weniger als im Vorjahr.

Bei der Gewalt gegen Einsatzkräfte wird ein neuer Höchststand verzeichnet: 402 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sowie 17 Einsatzkräfte der Rettungsdienste werden in Ausübung ihres Berufes angegriffen – so viele wie noch nie zuvor.

Auch Straftaten unter Einsatz von Messern bleiben nach wie vor ein Thema. Im Jahr 2025 werden 186 Fälle registriert. Zwar stellt dies ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr dar, dennoch kommen vier Personen durch Messergewalt ums Leben und 15 weitere werden schwer verletzt.

Trotz rückläufiger Fallzahlen in der Allgemeinkriminalität zeigen auch die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung einen leichten Anstieg auf 1.071 Fälle. Hierbei handelt es sich überwiegend um die Verbreitung pornographischer Inhalte. Die Anzahl der registrierten Opfer sinkt um 17,5 %.

Die Fallzahlen im Bereich der häuslichen Gewalt, welche in Baden-Württemberg als Partnergewalt definiert ist, bleiben auf Vorjahresniveau. Insgesamt werden 981 Fälle verzeichnet, acht Menschen werden schwer verletzt, Todesopfer sind glücklicherweise nicht zu verzeichnen.

Bei Wohnungseinbrüchen hat sich der Trend steigender Fallzahlen nach den Corona-Jahren, welche mit historischen Tiefstwerten einhergingen, weiter fortgesetzt. 2025 werden 274 Fälle registriert, eine Zunahme von 23 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Vergleicht man die Fallzahlen jedoch mit dem Jahr 2015, als noch 642 Fälle registriert wurden, haben sich diese mehr als halbiert.

Die Fallzahlen beim Fahrraddiebstahl liegen unter den langjährigen Mittelwerten. So werden 1.156 Fälle, mit einem gegenüber 2024 ebenfalls rückläufigen Schaden von etwa 1,9 Millionen Euro, erfasst.

Auch die Rauschgiftkriminalität zeigt weiterhin rückläufige Zahlen: Mit einem Rückgang um 46,4 % werden in 2025 819 Fälle mit 719 Tatverdächtigen registriert. Diese Entwicklung darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es parallel einen Trend zu härteren und gefährlicheren Betäubungsmitteln gibt.

Letztlich zeigt auch der Bereich Cybercrime in 2025 weniger erfasste Straftaten. So gehen die registrierten Fälle von 645 auf 590 zurück. Den größten Anteil machen hierbei Fälle des Computerbetrugs im Zusammenhang mit unbaren Zahlungsmitteln aus.

Leider haben skrupellose und dreiste Tätergruppen mit Schockanrufen und Anlagebetrügereien nach wie vor immer noch Erfolg und fügen damit den Opfern große materielle Schäden und psychische Verletzungen zu.

Die ausführliche Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 des Polizeipräsidiums Konstanz stellen wir Ihnen auf der Internetseite des Polizeipräsidiums Konstanz unter diesem Link zur Verfügung.

Auch wenn die Gesamtzahl der Straftaten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz rückläufig ist, stellt Polizeipräsident Jürgen von Massenbach-Bardt klar: „Hinter jeder Straftat stehen Menschen, die Belastungen, Vermögensverluste oder gar Verletzungen erleiden und in ihrem Sicherheitsgefühl beeinträchtigt sind.“

Der Polizeipräsident weiter: „Das nehmen wir sehr ernst und werden dies unter anderem im Rahmen lageorientierter Präsenz und der Fortführung der Kontrollen der Messerverbote aufgreifen. Ergänzt wird dies durch unsere Präventionsarbeit in Bereichen wie digitale Kriminalitätsformen, Rauschgiftkonsum und Umgang mit sozialen Medien. Weitere Schwerpunkte sind das frühzeitige Erkennen von gefährlichen Entwicklungen der Partnergewalt sowie das konsequente Vorgehen gegen Angriffe auf Einsatzkräfte.“

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Fahrraddiebstählen in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Fahrraddiebstahlraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil, wobei im Jahr 2022 22.350 Fälle und im Jahr 2023 22.305 Fälle registriert wurden. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 1882 im Jahr 2022 auf 2032 im Jahr 2023, während die Anzahl der Verdächtigen von 1671 auf 1761 anstieg. Unter den Verdächtigen waren 1553 Männer, 118 Frauen und 771 Nicht-Deutsche im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 1651 Männer, 110 Frauen und 872 Nicht-Deutsche waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Fahrraddiebstählen in Deutschland mit 62.036 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 22.350 22.305
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.882 2.032
Anzahl der Verdächtigen 1.671 1.761
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.553 1.651
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 118 110
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 771 872

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 36787 auf 34877. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 32420 auf 30714 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 26963 höher war als die der weiblichen Verdächtigen mit 3751. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 10727 auf 11419 an. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 40.049 37.873
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36.787 34.877
Anzahl der Verdächtigen 32.420 30.714
Anzahl der männlichen Verdächtigen 28.389 26.963
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4.031 3.751
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 10.727 11.419

Quelle: Bundeskriminalamt

Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13531 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4056 auf 4420. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3146 auf 3473, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2153 auf 2380 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 993 auf 1093 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 1119 auf 1331. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die meisten registrierten Fälle von Cyberkriminalität in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 11.144 13.531
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.056 4.420
Anzahl der Verdächtigen 3.146 3.473
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.153 2.380
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 993 1.093
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.119 1.331

Quelle: Bundeskriminalamt

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