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Polizeipräsidium Ludwigsburg: Fahndungs- und Sicherheitstag

Rund 400 Einsatzkräfte führten 20-stündigen Einsatz mit Kontrollmaßnahmen in Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg durch. Teil der landesweiten Sicherheitsstrategie.

Foto: unsplash

Ludwigsburg (ost)

Am Freitag (27.03.2026) begann um 06:00 Uhr der Fahndungs- und Sicherheitstag des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Etwa 400 Einsatzkräfte von Landes- und Bundespolizei, Zoll und verschiedenen Behörden führten in dem etwa 20 Stunden dauernden Einsatz in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg verschiedene Kontrollmaßnahmen durch. Die öffentlichkeitswirksame Aktion ist Teil der landesweiten polizeilichen Sicherheitsstrategie zur Bekämpfung der Kriminalität im öffentlichen Raum.

„Im Jahr 2025 wurden in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg erneut gut 40% aller Straftaten im öffentlichen Raum begangen. Das sind Straftaten, die von den Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen werden und die sich daher besonders auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung auswirken können“, erklärt der Leiter der Schutzpolizeidirektion, Leitender Polizeidirektor Erwin Grosser. „Durch solche konzertierten Kontrollaktionen wollen wir ein besonderes Zeichen setzen und klar signalisieren, dass wir unsere Aufgabe ernst nehmen und täglich daran arbeiten, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Mischung aus Präsenz, verdeckten Maßnahmen, Prävention und der konsequenten Ahnung von Verstößen ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.“

Entsprechend lagen die Handlungsschwerpunkte der Einsatzkräfte auf der Sicherheit im öffentlichen Raum sowie den Bereichen illegale Beschäftigung, Sozialleistungsbetrug, Rauschgift- und Waffendelikte sowie grenzüberschreitender Kriminalität. Die Einsatzkräfte kontrollierten ab 06:00 Uhr morgens und bis 02:00 Uhr am Folgetag über 1.500 Personen und mehr als 700 Fahrzeuge. Dabei wurden gut 1.200 Dokumente auf Echtheit überprüft. Neben sichtbarer Präsenz und offenen Kontrollen an öffentlichen Plätzen und Anlagen, im ÖPNV oder an der Bundesautobahn 8 wurden auch Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle vollstreckt, Gaststätten und Hotels überprüft sowie Kontrollen im Rotlichtmilieu durchgeführt.

Insgesamt wurden 31 Straftaten und 492 Ordnungswidrigkeiten festgestellt und in der Folge geahndet, darunter vor allem Betäubungsmittel- und Waffendelikte sowie Verkehrsverstöße. Elf Verkehrsteilnehmende standen unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln. 23 Fahrzeuge wiesen teilweise erhebliche Mängel auf, so dass den jeweiligen Fahrenden die Weiterfahrt untersagt werden musste. Es wurden unter anderem Betäubungsmittel, Arzneimittel, Waffen und Führerscheine beschlagnahmt, zwei Blutentnahmen von einem Arzt durchgeführt, mehrere Personen erkennungsdienstlich behandelt und drei Gaststätten im Landkreis Böblingen wegen verschiedener Beanstandungen geschlossen.

Hintergrund:

Die Zahl der im öffentlichen Raum begangenen Straftaten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ludwigsburg war im Jahr 2025 zwar rückläufig (-12,3%). Im Langzeitvergleich der letzten 10 Jahre stagnieren die Zahlen aber auf hohem Niveau. So werden im Durchschnitt jährlich über 15.000 Straftaten im öffentlichen Raum registriert, was rund 40% aller Straftaten in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg ausmacht. Die deliktischen Schwerpunkte lagen dabei im Jahr 2025 im Bereich der Sachbeschädigungsdelikte, gefolgt von Rohheits- und Diebstahlsdelikten. Auch die Zahl der Messerangriffe im öffentlichen Raum stieg 2025 deutlich an. Knapp die Hälfte aller 222 registrierten Messerangriffe (44,7%) fand im öffentlichen Raum statt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40.049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37.873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 36.787 auf 34.877. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 32.420 auf 30.714 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 28.389 auf 26.963 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 4.031 auf 3.751 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 10.727 auf 11.419. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 40.049 37.873
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36.787 34.877
Anzahl der Verdächtigen 32.420 30.714
Anzahl der männlichen Verdächtigen 28.389 26.963
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4.031 3.751
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 10.727 11.419

Quelle: Bundeskriminalamt

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