Nach Beginn der Winterzeit am 25. Oktober nutzen Täter die frühe Dunkelheit. Geschlossene Fenster und gesicherte Türen können vorbeugen.
Polizeipräsidium Ulm verstärkt Streifen gegen Wohnungseinbrüche

Ulm (ost)
Die Winterzeit setzte am 25. Oktober ein. Mit den länger werdenden Nächten hat auch die Hauptsaison für Einbrecher wieder begonnen. Besonders nach der Zeitumstellung machen sie sich die früh einsetzende Dunkelheit am Abend zunutze, um Beute zu machen.
Die meisten Wohnungseinbrüche geschehen am Nachmittag und in den frühen Abendstunden. Die Polizei wird vor allem, aber nicht ausschließlich, zu diesen Zeiten mit zusätzlichen Streifen und Kontrollen Präsenz zeigen.
Allein kann die Polizei Einbrüche jedoch nicht vollständig verhindern. Sie ist dabei in hohem Maße auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen: Fenster und Terrassentüren in Kippstellung sowie nicht abgeschlossene oder sogar offene Hauseingangstüren, auch bei Mehrfamilienhäusern, wirken auf Diebe geradezu einladend.
Mit angemessenem Verhalten und geeigneter Sicherungstechnik lassen sich zahlreiche Einbrüche vermeiden. Der Anteil der in den vergangenen Jahren registrierten Einbruchsversuche zeigt, dass vorbeugende Maßnahmen Wirkung haben. Offenbar scheitern zunehmend mehr Täter an den Sicherheitseinrichtungen der Wohnungen oder werden bei der Tat gestört. Bereits mit einfachen Schritten kann jeder seine Sicherheit erhöhen und sein Haus oder seine Wohnung technisch besser absichern. Einbrechern kommt es darauf an, möglichst rasch vorzugehen. Wenn Fenster und Türen starken Widerstand bieten, lassen die Täter schnell von ihrem Vorhaben ab. Insbesondere bei Neubauten oder Umbauten können Sicherheitsmaßnahmen zu geringen Kosten verwirklicht werden.
Zusätzlich machen die Polizeireviere des Polizeipräsidiums Ulm auf die bundesweite Kampagne “K-Einbruch” aufmerksam, die sich gezielt der Vorbeugung von Wohnungseinbrüchen widmet. Unter www.k-einbruch.de finden Sie Verhaltensempfehlungen sowie produktneutrale Angaben zu passender Sicherungstechnik. Außerdem lässt sich dort ein interaktives Haus erkunden, das besonders schutzbedürftige Stellen an Haus und Wohnung zeigt.
Wer einige Ratschläge beachtet, erschwert Einbrechern ihr Vorgehen:
Ratschläge für “aufmerksame Nachbarn”:
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Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
In Baden-Württemberg stieg die Zahl der registrierten Einbrüche von 4.508 im Jahr 2022 auf 5.204 im Jahr 2023, ein Anstieg um rund 15,4 %. Die Zahl der aufgeklärten Fälle nahm von 787 auf 826 zu, während die Aufklärungsquote von rund 17,5 % auf 15,9 % sank. Die Zahl der Tatverdächtigen erhöhte sich von 676 auf 733: 2023 waren darunter 653 Männer und 80 Frauen, gegenüber 589 Männern und 87 Frauen im Vorjahr. Die Zahl der nicht deutschen Tatverdächtigen stieg von 316 auf 432. Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2023 mit 27.061 Fällen die meisten Einbrüche in Deutschland – mehr als fünfmal so viele wie Baden-Württemberg.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.508 | 5.204 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 787 | 826 |
| Anzahl der Verdächtigen | 676 | 733 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 589 | 653 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 87 | 80 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 316 | 432 |
Quelle: Bundeskriminalamt








