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Poser-Kontrollaktion in Mannheim

Die Ermittlungsgruppe Poser führte Kontrollen gegen rücksichtsloses Verhalten der Tuning-Szene durch. Sicherheitsrisiken wurden aufgedeckt und Maßnahmen ergriffen.

Foto: unsplash

Mannheim (ost)

Am Abend des 22. Mai führte die Ermittlungsgruppe Poser des Polizeipräsidiums Mannheim zusammen mit Einsatzkräften des städtischen Ordnungsdienstes erneut umfangreiche Kontrollmaßnahmen in der Mannheimer Innenstadt durch. Das Ziel der gemeinsamen Aktion war es, gegen rücksichtsloses Verhalten der Poser- und illegalen Tuningszene vorzugehen. Denn Lärm und gefährliches Rasen sind keine Bagatellen, sondern eine ernsthafte Belastung für alle, die in der Innenstadt leben oder sich dort aufhalten.

An diesem Abend führte der städtische Ordnungsdienst Geschwindigkeitsmessungen und Kontrollen im ruhenden Verkehr durch. Denn sowohl zu schnelles Fahren als auch Falschparken stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

In der Reichskanzler-Müller-Straße wurde eine erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitung festgestellt. Ein Autofahrer war hier mit 138 km/h in einer 50er-Zone unterwegs.

Während der Verkehrskontrollen durch das Polizeipräsidium Mannheim wurden nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Fahrer überprüft. Insgesamt wurden 68 Fahrzeuge und 94 Insassen kontrolliert, wobei der Schwerpunkt auf Posing und illegalem Tuning lag. Es wurden 21 Verstöße wegen Lärm- und Abgasbelästigung festgestellt. An vier Fahrzeugen wurden unzulässige technische Änderungen vorgenommen, die beschlagnahmt wurden.

Während der Kontrolle hielt die Ermittlungsgruppe Poser einen Audi A3 mit fünf Insassen an. Bei der Überprüfung des Kennzeichens stellte sich heraus, dass das Fahrzeug als gestohlen gemeldet war. Die Insassen hatten den Audi rechtmäßig gemietet, jedoch nicht zurückgegeben, als der Mietvertrag ablief. Das Sicherheitssystem des Fahrzeugs war manipuliert worden, um Diebstahl zu ermöglichen. Die Ermittlungen gegen die fünf Verdächtigen sind noch im Gange. Sie mussten eine Kaution von 800 Euro hinterlegen.

Die Ergebnisse der Kontrollen im Überblick:

Bei den regelmäßigen Schwerpunktkontrollen für mehr Verkehrssicherheit geht es nicht nur um die Bestrafung von illegalen Fahrzeugänderungen, sondern auch um die Lärmbelastung durch modifizierte Abgaseinrichtungen. Das Ziel ist es, die Lärmbelastung für die Anwohner spürbar zu reduzieren.

Weitere gemeinsame „Poser-Kontrollen“ von Ordnungsdienst und Polizei sind für den gesamten Sommer geplant.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Baden-Württemberg insgesamt 306644 Verkehrsunfälle. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden wurden in 10355 Fällen registriert, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 1733 Fälle aus, was 0.57% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926 Fälle, was 85.09% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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