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Radolfzell: Betrug durch falschen Volksbank-Mitarbeiter

Ein Betrüger erbeutete tausende Euro durch Phishing. Ein Senior gab unwissentlich Zugangsdaten und PINs preis, bevor er die Polizei informierte.

Foto: Depositphotos

Radolfzell (ost)

Am Freitagabend hat ein Gauner mehrere tausend Euro erbeutet. Vor dem eigentlichen Telefonbetrug gab es offenbar gezielte Phishing-Aktivitäten. Ein 81-jähriger Mann erhielt am Freitagmorgen eine E-Mail, die den Anschein erweckte, vom Steuerportal ELSTER zu stammen. Darin wurde er aufgefordert, seine Stammdaten zu aktualisieren. Über einen Link in der E-Mail gelangte er auf eine Webseite, die der echten ELSTER-Seite sehr ähnlich sah. Beim Besuch der Seite wurden die gewünschten Daten automatisch in das Formular eingetragen (durch Cookies/Automatisches Ausfüllen Option des Browsers). Das Passwortfeld war mit Sternchen verdeckt. Der Mann dachte, dass alles in Ordnung sei und gab die Daten frei (klickte auf Ok).

Später am selben Abend erhielt er einen Anruf von einem vermeintlichen Mitarbeiter der Volksbank. Der unbekannte Anrufer behauptete, verdächtige Transaktionen auf den Konten des Mannes festgestellt zu haben. Im Verlauf des Gesprächs gelang es ihm, das Vertrauen des Seniors zu gewinnen und weitere Zugangsdaten sowie PINs zu verschiedenen Bankkonten zu erhalten. In der Folge wurden 7.000 Euro von einem Konto des Opfers auf ein fremdes Konto überwiesen. Zuvor wurde das Überweisungslimit des betroffenen Kontos erhöht. Außerdem wurde Geld von einem anderen Konto des Mannes auf eines seiner Konten umgebucht. Bisher ist kein weiterer Abfluss dieses Betrags bekannt.

Schließlich wurde der Mann misstrauisch und informierte die Polizei.

Die Polizei warnt erneut nachdrücklich:

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, wobei 4056 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 3146, darunter 2153 Männer, 993 Frauen und 1119 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 13531, wobei 4420 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 3473, darunter 2380 Männer, 1093 Frauen und 1331 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 mit 22125 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 11.144 13.531
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.056 4.420
Anzahl der Verdächtigen 3.146 3.473
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.153 2.380
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 993 1.093
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.119 1.331

Quelle: Bundeskriminalamt

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