Ein 72-jähriger Mann aus Baden-Baden vereitelte einen Betrugsversuch, indem er die Polizei einschaltete. Der 19-jährige Geldabholer wurde festgenommen und in Haft genommen.
Rastatt: Haft für Geldabholer nach Schockanruf

Baden-Baden (ost)
Ein 72-jähriger Mann aus Baden-Baden zeigte am Donnerstagnachmittag Geistesgegenwart, als er von mutmaßlichen Betrügern telefonisch kontaktiert wurde und aufgefordert wurde, eine fünfstellige Geldsumme im Zusammenhang mit einem erfundenen Unfall mit einem angeblichen Angehörigen zu zahlen. Dank seiner Schlagfertigkeit konnte ein 19-jähriger Mann, der das Geld abholen wollte, vorläufig festgenommen werden und befindet sich nun in Haft. Ein falscher Staatsanwalt hatte zuvor den 72-Jährigen angerufen und versucht, ihm vorzumachen, dass ein naher Angehöriger in einen Unfall verwickelt war und nun 50.000 Euro zur Vermeidung einer Inhaftierung fällig seien. Da der Angerufene den Betrug erkannte, fiel er nicht auf die perfide Masche herein und informierte stattdessen die Polizei. Nachdem ein erster fingierter Geldtransfer an eine Frau scheiterte, gelang es den Beamten des Polizeireviers Baden-Baden beim zweiten Versuch, einen Jugendlichen vorläufig festzunehmen, der bereits einen präparierten Umschlag entgegengenommen hatte. Der 19-jährige polnische Staatsangehörige wurde am heutigen Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Baden-Baden dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Rastatt vorgeführt. Der Richter folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und ordnete aufgrund des Verdachts auf banden- und gewerbsmäßigen Betrug Untersuchungshaft an. Der Festgenommene wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
/wo
Quelle: Presseportal








