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Reutlingen: Brandanschläge in Eningen und Metzingen aufgeklärt

Verdacht des versuchten Mordes und schweren Brandstiftung gegen drei Männer. Zwei Brände in Barbershops gelegt, hoher Sachschaden.

Foto: Depositphotos

Reutlingen (ost)

Eningen/Metzingen (RT): Ergänzung zu den Pressemeldungen vom

13.03.2026 / 11.36 Uhr : https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110976/6235112

06.05.2026 / 10.20 Uhr: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110976/6266989

Gemeinsame Erklärung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen

Die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Reutlingen ermitteln gegen einen 29-jährigen Mann und seine beiden mutmaßlichen Komplizen im Alter von 26 und 18 Jahren wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung. Das Trio wird dringend verdächtigt, am 12. März 2026 und am 2. Mai 2026 in Eningen und Metzingen in zwei sogenannten Barbershops Feuer gelegt zu haben. Alle drei Männer befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

Am späten Donnerstagabend, dem 12. März 2026, kurz vor Mitternacht, wurde die Polizei alarmiert, weil Zeugen einen Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Eninger Hauptstraße bemerkt hatten. Nur dank des schnellen Eingreifens von Polizei und Feuerwehr konnte der Brand rechtzeitig gelöscht werden, sodass ein Übergreifen auf das gesamte Gebäude verhindert wurde. Zwei Personen, die in der Wohnung über dem Geschäft geschlafen hatten, wurden durch Rauchgase so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Es stellte sich heraus, dass die Scheibe des Geschäfts eingeschlagen und ein Brandsatz ins Innere geworfen worden war. Der entstandene Sachschaden wurde auf etwa 50.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei begann noch in derselben Nacht mit den Ermittlungen.

Am frühen Samstagmorgen, dem 2. Mai 2026, gegen 1.20 Uhr, brach in einem Wohn- und Geschäftshaus im Fasanenweg in Metzingen ein Feuer aus. Die Hausbewohner entdeckten den Brand im Friseurgeschäft rechtzeitig und alarmierten die Rettungskräfte. Auch hier konnte dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr verhindert werden, dass das Feuer auf das Wohngebäude übergriff. Alle Hausbewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen, sodass niemand verletzt wurde. Der entstandene Sachschaden wurde auf etwa 200.000 Euro geschätzt.

Nach Hinweisen, dass der Brand vorsätzlich gelegt worden sein könnte, wurde eine achtköpfige Ermittlungsgruppe bei der Kriminalpolizei gebildet. Im Laufe der intensiven Ermittlungen ergaben sich Anhaltspunkte dafür, dass beide Brände zusammenhängen könnten. Der betroffene Salonbetreiber aus Eningen hatte vorübergehend im Salon in Metzingen Unterschlupf gefunden, um seine Arbeit fortzusetzen. Die weiteren Untersuchungen führten schließlich zur Identifizierung des 29-Jährigen und seiner beiden mutmaßlichen Komplizen.

Die Hinweise verdichteten sich, sodass die Staatsanwaltschaft Tübingen richterliche Durchsuchungsbeschlüsse erwirkte. Am Samstagnachmittag, dem 20. Juni 2026, durchsuchten die Ermittler die Wohnungen der drei Verdächtigen und konnten dabei relevante Beweismittel sicherstellen. Alle drei wurden vorläufig festgenommen.

Am Sonntagmittag, dem 21. Juni 2026, wurden der 29-jährige deutsch-syrische Beschuldigte und seine beiden 26 und 18 Jahre alten syrischen Komplizen dem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Dieser erließ die beantragten Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Tübingen und setzte sie um. Alle drei wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. (cw)

Quelle: Presseportal

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