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Reutlingen: Brandstiftung in Reutlinger Umspannwerk

Das Landeskriminalamt sucht Hinweise zur Aufklärung des Brandes, der gestern im Umspannwerk „Reutlingen-West“ stattfand.

Foto: Depositphotos

Stuttgart (ost)

Aufgrund der bisherigen vorläufigen Ermittlungsergebnisse gehen das Staatsschutzzentrum bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg, Staatsschutz- und Antiterrorismuszentrum Baden-Württemberg (SAT BW), davon aus, dass der Brand im Umspannwerk „Reutlingen-West“ am gestrigen Montag, 8. Juni 2026, durch Brandstiftung verursacht wurde. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen drangen ein oder mehrere bisher unbekannte Täter auf das Gelände des Umspannwerks ein, um dort an mehreren Stellen Brände zu setzen. Dabei soll Brandbeschleuniger verwendet worden sein.

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg, das die polizeilichen Ermittlungen in diesem Verfahren leitet, bittet die Öffentlichkeit um Unterstützung und Hinweise, wenn Informationen zu folgenden Fragen vorliegen:

Hinweise von Zeugen nimmt das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 0711 5401-3360 und per E-Mail unter STUTTGART.LKA.EG-FISCHER.HINWEISE@POLIZEI.BWL.DE entgegen.

Mögliche Video- oder Bildaufnahmen, die in diesem Zeitraum im Bereich des Umspannwerks und des Industriegebiets Reutlingen-Betzingen gemacht wurden, können über das Hinweisportal der Polizei Baden-Württemberg unter https://bw.hinweisportal.de an das Landeskriminalamt übermittelt werden.

Bezug genommen wird auf die ursprüngliche Pressemitteilung vom 8. Juni 2026: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110980/6290478

Zusätzliche Information: Das Ermittlungsverfahren wird vom Staatsschutzzentrum der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart geführt, da es sich um ein Verfahren von besonderer Bedeutung handelt und die Tat, wegen der ermittelt wird, möglicherweise eine extremistische Motivation hat. Im seit Anfang des Jahres 2025 bestehenden Staatsschutzzentrum bei der Generalstaatsanwaltschaft arbeiten sechs Oberstaatsanwältinnen und Oberstaatsanwälte sowie ein Leitender Oberstaatsanwalt. Dieses Zentrum arbeitet eng mit dem Staatsschutz- und Anti-Terrorismuszentrum (SAT BW) beim Landeskriminalamt zusammen, das die polizeilichen Ermittlungen in diesem Verfahren übernommen hat.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 im Jahr 2022 auf 312 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 381 im Jahr 2022 auf 402 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 345 männlich und 36 weiblich im Jahr 2022, während es 363 männliche und 39 weibliche Verdächtige im Jahr 2023 gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 165 im Jahr 2022 auf 211 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 315 338
Anzahl der aufgeklärten Fälle 304 312
Anzahl der Verdächtigen 381 402
Anzahl der männlichen Verdächtigen 345 363
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 36 39
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 165 211

Quelle: Bundeskriminalamt

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