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Reutlingen: Gewalt bei Fußballspiel in Karlsruhe

Körperliche Auseinandersetzungen zwischen Fußballfans vor Oberligaspiel – Polizeibeamtin und mehrere Fans verletzt

Foto: Depositphotos

Karlsruhe (ost)

Vor dem Spiel in der Oberliga zwischen der Reserve des Karlsruher SC und dem SSV Reutlingen kam es am Samstagnachmittag vor dem Badenia-Stadion in Karlsruhe zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Fußballvereine. Nach aktuellen Informationen wurden mindestens zwei Fans aus Karlsruhe und ein Fan aus Reutlingen verletzt. Eine Polizistin wurde bei dem Einsatz an der Hand verletzt und musste zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Mehrere Personen wurden vorübergehend festgenommen.

Nach bisherigen Erkenntnissen versammelten sich gegen 15:20 Uhr etwa 150 Mitglieder der Karlsruher Fanszene in der Nähe des Stadions und bewegten sich gemeinsam in Richtung des Gästeparkplatzes P5. Etwa 50 teilweise vermummte Fans des KSC überwanden die Absperrung zwischen den Fanblöcken und versammelten sich im Eingangsbereich der Gästefans. Gleichzeitig versuchten weitere Karlsruher Fans, über den Adenauerring zum Gästeparkplatz zu gelangen.

Daraufhin verließen etwa 150 Anhänger der Reutlinger Fanszene den Gästebereich und bewegten sich ebenfalls in Richtung des Eingangsbereichs. Auch einige Reutlinger Fans vermummten sich in diesem Moment. Anschließend kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Fan-Gruppen und der Polizei.

Nur durch das schnelle Eingreifen starker Polizeieinheiten des Polizeipräsidiums Karlsruhe, des Polizeipräsidiums Einsatz und der Bundespolizei konnten die beiden Fanlager gestoppt und zurückgedrängt werden. Die eingesetzten Polizeikräfte mussten mehrmals unmittelbaren Zwang in Form von einfacher körperlicher Gewalt, Pfefferspray und Schlagstöcken anwenden. Mit Hilfe von Polizeipferden gelang es schließlich, die rivalisierenden Gruppen voneinander zu trennen.

Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen wurden 36 Verdächtige vorübergehend festgenommen. Die Betroffenen müssen unter anderem mit Anzeigen wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung rechnen. Die Ermittlungen zu den genauen Abläufen und weiteren Beteiligten dauern an.

Florentin Ochner, Pressesprecher

Quelle: Presseportal

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