Ein 40-jähriger Mann wird verdächtigt, seine ehemalige Partnerin und einen Nachbarn in Reutlingen mit einem Messer angegriffen zu haben. Er befindet sich in Untersuchungshaft.
Reutlingen: Messerangriff, Haft

Reutlingen (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen
Derzeit ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Tübingen gegen einen 40-jährigen Mann wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und anderer Straftaten. Der Beschuldigte soll am Donnerstag (06.08.2026) in Reutlingen seine ehemalige Partnerin und einen Nachbarn mit einem Messer angegriffen haben. Er befindet sich bereits in Untersuchungshaft.
Den aktuellen kriminalpolizeilichen Untersuchungen zufolge waren die Frau und der Verdächtige zunächst bei einer Grillfeier in der Sickenhäuser Straße. Nach der Feier wollte der 40-Jährige seine ehemalige Partnerin in der Nachbarschaft besuchen. Als sie ihm nicht die Tür öffnete, drang er gewaltsam durch ein Fenster in ihre Wohnung ein. Danach soll er sie geschlagen und leicht mit einem Messer verletzt haben. Die Frau schaffte es dann, aus ihrer Wohnung zu einem Nachbarn zu fliehen.
Weitere Zeugen wurden auf den Vorfall aufmerksam und eilten der Frau zu Hilfe. Daraufhin soll der 40-Jährige auch einen 29-jährigen Mann mit dem Messer angegriffen haben. Dieser konnte jedoch ausweichen, wurde aber ebenfalls leicht verletzt. Die Polizei konnte den Verdächtigen vor Ort ohne Widerstand festnehmen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen wurde der 40-jährige Marokkaner am Donnerstag dem Haftrichter beim Amtsgericht Reutlingen vorgeführt. Dieser erließ den beantragten Haftbefehl und ordnete die Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten an.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei, insbesondere zum genauen Ablauf und Motiv der Taten, dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind leicht gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 im Jahr 2022 auf 312 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 381 im Jahr 2022 auf 402 im Jahr 2023. Davon waren 345 männlich, 36 weiblich und 165 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt








