Körperliche Auseinandersetzungen vor Fußballspiel: Polizeibeamtin und Fans verletzt, 36 Festnahmen, Ermittlungen laufen.
Reutlingen: Oberligaspiel endet in Gewaltorgie

Karlsruhe (ost)
Vor dem Oberligaspiel zwischen dem Karlsruher SC II und dem SSV Reutlingen kam es am Samstagnachmittag vor dem Badenia-Stadion in Karlsruhe zu physischen Auseinandersetzungen zwischen Unterstützern beider Fußballvereine. Nach aktuellem Stand wurden mindestens zwei Karlsruher Fans und ein Reutlinger Fan verletzt. Eine Polizistin erlitt eine Handverletzung während ihres Einsatzes und musste zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Mehrere Personen wurden vorläufig festgenommen.
Nach bisherigen Informationen versammelten sich gegen 15:20 Uhr etwa 150 Mitglieder der Karlsruher Fanszene im Stadionbereich und bewegten sich gemeinsam in Richtung des Gästeparkplatzes P5. Etwa 50 teilweise vermummte Anhänger des KSC überwanden die Absperrung zwischen den beiden Fanlagern und versammelten sich im Eingangsbereich der Gästefans. Gleichzeitig versuchten andere Karlsruher Fans, über den Adenauerring zum Gästeparkplatz zu gelangen.
Daraufhin verließen etwa 150 Mitglieder der Reutlinger Fanszene den Gästebereich und begaben sich ebenfalls in Richtung des Eingangsbereichs. Auch einige Reutlinger Fans vermummten sich in diesem Zusammenhang. Anschließend kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Fangruppen sowie der Polizei.
Nur durch das schnelle Eingreifen starker Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Karlsruhe, des Polizeipräsidiums Einsatz und der Bundespolizei konnten die beiden Fanlager gestoppt und zurückgedrängt werden. Die eingesetzten Polizeikräfte mussten mehrmals unmittelbaren Zwang in Form von einfacher körperlicher Gewalt, Pfefferspray und Schlagstöcken anwenden. Durch den Einsatz von Polizeipferden gelang es schließlich, die rivalisierenden Gruppen voneinander zu trennen.
Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen wurden 36 Verdächtige vorläufig festgenommen. Die Betroffenen müssen mit Anzeigen wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzung rechnen. Die Ermittlungen zu den genauen Abläufen und weiteren Beteiligten dauern an.
Florentin Ochner, Pressestelle
Quelle: Presseportal








