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Rhein-Neckar-Kreis: 20-Jähriger in Untersuchungshaft wegen Körperverletzung

Ein 20-jähriger Mann wurde in Untersuchungshaft genommen, da er das Leben einer anderen Person mit einem Messer gefährdet haben soll.

Foto: Depositphotos

Rhein-Neckar-Kreis (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Polizeipräsidiums Mannheim

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg hat das Amtsgericht Heidelberg einen Haftbefehl gegen einen 20-jährigen Mann erlassen. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, gemeinschaftlich mit einem Messer eine andere Person gefährlich verletzt zu haben.

Nach den bisherigen Ermittlungen sollen sich am frühen Morgen des 30. Mai 2026 gegen 04:30 Uhr ein 20-jähriger Mann und ein 27-jähriger Verdächtiger im Freien an einer Lokalität in der Neulandstraße in Sinsheim aufgehalten haben. Zu dieser Zeit soll sich auch das spätere Opfer, ein 40-jähriger Mann, dort befunden haben.

Nachdem der 27-Jährige ein Glas auf den Boden geworfen und die entstandenen Glassplitter in Richtung des 40-Jährigen geflogen sein sollen, sollen die beiden Gruppen zunächst miteinander in Streit geraten sein. Der verbale Streit soll dann zu einer kurzen körperlichen Auseinandersetzung geführt haben, woraufhin sich die Beteiligten vorerst voneinander entfernt haben.

Die beiden Verdächtigen sollen daraufhin den Ort verlassen haben, seien jedoch kurz darauf zum Tatort zurückgekehrt, wo es zu einer erneuten Konfrontation mit dem 40-Jährigen gekommen sein soll.

Kurz darauf soll ein dritter Verdächtiger, ein 30-jähriger Mann, mit einem Mercedes-Auto am Tatort angekommen sein. Zuerst habe er versucht, die Situation zu beruhigen, jedoch habe er ein Messer bei sich geführt.

Anschließend sollen sich alle drei Verdächtigen zusammengeschlossen und gemeinsam auf das Opfer eingewirkt haben. Dabei soll der 20-Jährige das Opfer in den Schwitzkasten genommen haben, während der 30-Jährige dem Opfer einmal in den Rücken gestochen haben soll. Danach sollen die drei Verdächtigen von dem 40-Jährigen abgelassen haben.

Als das Opfer wieder aufgestanden sei, habe der 30-Jährige ihn erneut angesprochen, ihm das Messer an den Hals gehalten und ihn schließlich weggestoßen, bevor alle drei Verdächtigen den Tatort verlassen hätten.

Der 40-jährige Mann erlitt durch den Messerangriff eine Stichverletzung im oberen Rückenbereich, wobei sowohl die Lunge als auch die Leber verletzt wurden. Der Mann schwebte zunächst in Lebensgefahr und musste intensivmedizinisch in einem nahegelegenen Krankenhaus behandelt werden. Sein Zustand ist mittlerweile stabil.

Der 20-jährige Verdächtige wurde im Rahmen der sofortigen Fahndungsmaßnahmen in der Nähe des Tatorts angetroffen und vorläufig festgenommen. Die beiden anderen Verdächtigen im Alter von 27 und 30 Jahren sind derzeit noch auf der Flucht.

Am folgenden Tag, dem 31. Mai 2026, erließ die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg aufgrund der Fluchtgefahr und Verdunklungsgefahr einen Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung. Nach der Verkündung des Haftbefehls wurde dieser vollstreckt und der 20-jährige Beschuldigte anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heidelberg und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an.

Aufruf an Zeugen:

Personen, die sich zur Tatzeit in der Neulandstraße in Sinsheim aufgehalten haben und Beobachtungen oder Videoaufnahmen gemacht haben, die mit dem Tathergang in Verbindung stehen könnten, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0621 174-4444 beim kriminalpolizeilichen Hinweistelefon der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg zu melden.

Quelle: Presseportal

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