Ein 72-jähriger Mann wurde Opfer eines Phishing-Anrufs, bei dem ein Dauerauftrag eingerichtet werden sollte. Der Betrug konnte dank der Bankmitarbeiterin gestoppt werden.
Rhein-Neckar-Kreis: Phishingversuch durch falschen Bankmitarbeiter

Rhein-Neckar-Kreis (ost)
Am Montagnachmittag, gegen 15:30 Uhr, erhielt ein angeblicher Mitarbeiter einer Bank einen Anruf auf dem Festnetztelefon eines 72-jährigen Mannes. Durch falsche Angaben gelang es ihm, einen Dauerauftrag vom Konto des Ketscher Bürgers zu seinem eigenen Vorteil einzurichten.
Auf dem Bildschirm des Telefons des 72-Jährigen wurde die richtige Telefonnummer der Bankfiliale angezeigt, was dazu führte, dass der Senior keinen Verdacht schöpfte.
Der Anrufer gab vor, ein Mitarbeiter der Betrugsabteilung der Bank zu sein, und informierte den 72-Jährigen darüber, dass eine verdächtige Überweisung vom Konto des Ketschers getätigt worden sei. Daraufhin gewährte der Senior dem Betrüger den Fernzugriff auf seinen Computer in der Annahme, die Überweisung stornieren zu können, und autorisierte unter anderem die Einrichtung eines Dauerauftrags auf ein fremdes Konto.
Am nächsten Tag kontaktierte der 72-Jährige seine Hausbank. Die dortige Bankmitarbeiterin erkannte den Betrug und konnte den Dauerauftrag stornieren, so dass letztendlich kein Schaden entstand.
Empfehlungen zum Schutz vor Phishing:
Weitere Informationen zum Thema Phishing finden Sie auf der Website der Polizeilichen Kriminalprävention unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/phishing/.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, wovon 4056 gelöst wurden. Es gab insgesamt 3146 Verdächtige, darunter 2153 Männer, 993 Frauen und 1119 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 13531, wobei 4420 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 3473, darunter 2380 Männer, 1093 Frauen und 1331 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.144 | 13.531 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.056 | 4.420 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.146 | 3.473 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.153 | 2.380 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 993 | 1.093 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.119 | 1.331 |
Quelle: Bundeskriminalamt








