Ein 21-jähriger Fahrer verursachte einen Verkehrsunfall in Brühl, nachdem er vor der Polizeikontrolle geflohen war.
Rhein-Neckar-Kreis: Verkehrsunfall nach Flucht vor Polizeikontrolle

Rhein-Neckar-Kreis (ost)
Am Freitagabend gegen 23:50 Uhr haben Polizeibeamte in Brühl, während einer Streifenfahrt, auf einem Supermarkt-Parkplatz einen auffälligen Mercedes-Benz entdeckt. Der Fahrer des Autos hat sogenannte Driftmanöver durchgeführt. Driften ist ein bewusstes Fahrmanöver, bei dem das Fahrzeug in einer Kurve die Bodenhaftung an der Hinterachse verliert. Der Mercedes-Benz sollte daraufhin kontrolliert werden. Als der 21-jährige Fahrer den Streifenwagen sah, hat er jedoch die Anhaltesignale der Beamten ignoriert und ist mit seinem Auto in Richtung Rennerswald geflüchtet.
Während der Flucht ist der Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren. Die Polizeibeamten haben die Verfolgung aufgenommen. Trotz mehrfacher Anhaltesignale, Blaulicht, Martinshorn und dem Leuchtschriftzug „Stopp Polizei“, hat der Fahrer zunächst unbeirrt weitergefahren.
An der Kreuzung Mannheimer Landstraße / L599 hat der 21-jährige aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Der Mercedes-Benz ist nach links von der Fahrbahn abgekommen, hat eine Verkehrsinsel überfahren und ist mit einem Verkehrsschild kollidiert. Dadurch wurden die Fahrzeugfront und ein Hinterreifen beschädigt, wodurch der Flüchtende seine Fahrt nicht fortsetzen konnte.
Nach bisherigem Kenntnisstand gab es während der Flucht keine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Die höchste festgestellte Geschwindigkeit betrug etwa 125 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften.
Der Fahrer konnte nach dem Verkehrsunfall festgenommen werden. Sein Fahrzeug wurde abgeschleppt und sichergestellt. Der Führerschein des 21-jährigen wurde eingezogen. Warum der Fahrer sich der Kontrolle entzogen hat, ist nicht bekannt, es gab keine Anzeichen für eine Beeinträchtigung seiner Fahrtüchtigkeit.
Die Höhe des Sachschadens konnte bis zum Zeitpunkt des Berichts nicht beziffert werden.
Ein Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung und der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen wurde eingeleitet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was einem Anteil von 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Unfälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle machten den größten Anteil aus mit 260926 Unfällen (85.09%). Innerorts gab es 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








