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Ritschweier: Einsatzreiches Jahr, starke Gemeinschaft und klare Werte

Die Freiwillige Feuerwehr Weinheim Abteilung Rippenweier zog bei ihrer Jahreshauptversammlung eine umfassende Bilanz des Jahres 2025. Ehrungen, Beförderungen und Wahlen unterstrichen das große Engagement innerhalb der Abteilung.

Ehrungen und Beförderungen bei der Feuerwehr Weinheim Abteilung Rippenweier. Erster Bürgermeister Andreas Buske und Ortsvorsteherin Yvonn Nicolay dankten der Wehr für ihr Engagement.
Foto: Presseportal.de

Weinheim (ost)

Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim Abteilung Rippenweier wurde eine umfassende Bilanz des Jahres 2025 gezogen. Das vergangene Jahr war geprägt von Einsätzen, Ausbildung, Jugendarbeit und Kameradschaft. Ehrungen, Beförderungen und Wahlen unterstrichen das große Engagement innerhalb der Abteilung.

Weinheim. Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim Abteilung Rippenweier fand in der Keltensteinhalle statt. Der Abteilungskommandant Max Weidenthaler eröffnete die Sitzung und führte durch den Abend. Er begrüßte den Ersten Bürgermeister und Feuerwehrdezernenten Andreas Buske, die Ortsvorsteherin Frau Yvonn Nicolay, Feuerwehrkommandant Ralf Mittelbach mit seinen Stellvertretern Matthias Bente und Thomas Keller, Vertreter des Gemeinderates und Ortschaftsrat, die stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Rhein-Neckar Christiane Stab sowie die anwesenden Mitglieder der Abteilung.

Von 39 aktiven Feuerwehrleuten nahmen 23 an der Versammlung teil, was die Beschlussfähigkeit sicherstellte.

Der Schriftführer Sebastian Fietz präsentierte den Jahresrückblick. Er informierte über Einsätze, Übungen und Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Der erste Einsatz im Januar 2025 führte die Abteilung zu einem Küchenbrand. Das Feuer an der Dunstabzugshaube und den Oberschränken wurde gelöscht, die Zwischendecke geöffnet, die Wohnung kontrolliert und belüftet.

Im Laufe des Jahres kam es zu mehreren Alarmierungen aufgrund von Rauchentwicklungen, ausgelösten Rauchwarnmeldern und gemeldeten Geruchsbelästigungen. Auch wenn sich einige Einsätze als Fehlalarme herausstellten, wurde jeder Hinweis konsequent bearbeitet. Die Einsätze verdeutlichten die Wichtigkeit von Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und die hohe Einsatzbereitschaft der Feuerwehrabteilung.

Mehrere wetterbedingte Situationen stellten eine besondere Herausforderung dar. Nach Starkregen und Wind stürzte ein großer Baum auf eine Straße und beschädigte ein geparktes Fahrzeug. Gleichzeitig musste ein Rechen an einem Bachlauf von angeschwemmtem Material befreit werden, um ein Überlaufen zu verhindern. Die Abteilung arbeitete gleichzeitig an mehreren Einsatzstellen und stellte die Verkehrssicherheit wieder her.

Auch bei Gefahrstoff- und Gaseinsätzen war die Abteilung gefordert. Ein abgestellter Anhänger mit Gefahrstoff wurde nach gemeldetem Benzingeruch kontrolliert. Mehrere Einsätze aufgrund von Gasgeruch in Wohngebieten erforderten eine strukturierte Erkundung unter Atemschutz, den Aufbau des Brandschutzes sowie die enge Zusammenarbeit mit Polizei und den benachbarten Feuerwehrabteilungen Oberflockenbach und Ritschweier.

Ein prägender Einsatz ereignete sich im Sommer bei einem Unfall im Wald, bei dem eine Person unter Ästen eingeklemmt war. Die Feuerwehr unterstützte mit technischem Gerät, schuf Zugang zur verletzten Person und arbeitete eng mit dem Rettungsdienst zusammen. Ebenso belastend war ein Einsatz, bei dem die Feuerwehr den Rettungsdienst bei Reanimationsmaßnahmen unterstützte und parallel die Betreuung von Angehörigen bis zum Eintreffen der Notfallseelsorge übernahm.

Neben dem Einsatzdienst spielte auch die Kameradschaft eine zentrale Rolle. Die traditionelle Wanderung, gemeinsame Veranstaltungen sowie der gut besuchte Tag der offenen Tür in und um die Keltensteinhalle stärkten den Zusammenhalt innerhalb der Abteilung und die Verbindung zur Bevölkerung. Besonders die Angebote für Kinder und Familien fanden großen Anklang. Die Absicherung des Martinsumzugs gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr bildete einen weiteren sichtbaren Beitrag zum örtlichen Gemeinwesen.

Über die Jugendfeuerwehr berichtete Nicolas Bickel. Derzeit gehören ihr zwölf Mitglieder an, neun Jungen und drei Mädchen, mit einem Durchschnittsalter von 14 Jahren. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung prägten zahlreiche Aktivitäten das Jahr, darunter Schlittschuhlaufen in Heddesheim, die Jugendhauptübung, das Pfingstzeltlager, das Grundschulfest, der Tag der offenen Tür, eine 24 Stunden Übung gemeinsam mit der Abteilung Oberflockenbach sowie der Martinsumzug.

Die Altersmannschaft blickte durch Herbert Kilian auf ein aktives Jahr zurück. Genannt wurden ein gemeinsames Grillfest, vier Obmannsitzungen sowie der Ausblick auf die nächste Obmannsitzung am 26. Februar 2026 in Rippenweier. Ein besonderer Dank galt Rolf Springer dem Altersobmann von gesamt Weinheim und dem Feuerwehrkommando sowie Abteilungskommando.

Die allgemeine Statistik stellte Sebastian Schmidt vor. Insgesamt wurden 1219 Arbeitsstunden geleistet. Diese verteilten sich auf Einsätze, Übungen und weitere Aufgaben. Zeiten für Sitzungen und Vorbereitungen sind in dieser Zahl nicht enthalten und verdeutlichen den zusätzlichen zeitlichen Einsatz.

Die Kassenprüfer bestätigten eine ordnungsgemäße Kassenführung und beantragten die Entlastung. Der Entlastung des Kassiers und des Abteilungskommandos stimmte die Versammlung einstimmig zu. Als neuer Kassenprüfer wurde Lennert Jörder einstimmig gewählt.

Bei den Wahlen zum Feuerwehrausschuss fungierten Thomas Keller, Matthias Bente und Frau Nicolay als Wahlausschuss. Zur Wahl standen Philip Gärtner, Sven Weygold und Sebastian Schmitt. Philip Gärtner und Sven Weygold wurde n in den Feuerwehrausschuss gewählt. Sebastian Schmitt als Nachrücker.

In ihren Grußworten würdigten Erster Bürgermeister Andreas Buske, Ortsvorsteherin Nicolai und Feuerwehrkommandant Ralf Mittelbach die engagierte Arbeit der Abteilung Rippenweier und betonten die Bedeutung des Ehrenamtes für die Sicherheit der Bevölkerung.

Im Rahmen der Ehrungen und Beförderungen wurde Lennert Jörder für 10 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Für 20 Jahre Mitgliedschaft erhielten Marcel Barimani und Sebastian Schmitt eine Ehrung. Für 30 Jahre wurde Simon Schmitt und für 40 Jahre aktiven Dienst Frank Littmann ausgezeichnet.

Eine besondere Ehrung sprach der Kreisfeuerwehrverband Rhein Neckar aus. Die Ansprache hielt Christiane Stab. Das Ehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes wurde an Sven Weygold verliehen. (siehe separate Meldung)

Im Punkt Verschiedenes dankte der stellvertretende Abteilungskommandant Thomas Schmitt der Mannschaft für den hohen Übungsbesuch. Teilweise nahmen bis zu 26 Feuerwehrangehörige an den Übungen teil. Fünf Mitglieder erreichten eine Übungsbeteiligung von 100 Prozent. Drei Mitglieder engagierten sich zusätzlich in Sonderaufgaben.

Ausschussmitglied Philip Gärtner dankte dem neuen Abteilungskommando für die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und die Arbeit der Vorgänger fortzuführen.

In seinem Schlusswort dankte Abteilungskommandant Max Weidenthaler dem hauptamtlichen Bereich der Feuerwehr Weinheim für die enge und verlässliche Zusammenarbeit. Er hob hervor, dass dadurch spürbar Entlastung für das Ehrenamt geschaffen werde. Ebenso dankte er den Mitarbeitenden der Verwaltungsstelle Rippenweier sowie dem Hausmeister der Keltensteinhalle.

Abschließend bedankte sieh Weidenthaler bei seiner Mannschaft, dafür das sie das Leitbild der Feuerwehr Weinheim aktiv leben und insbesondere die Werte Kommunikation und Vertrauen weiter stärken. Sein Dank galt dem Feuerwehrführung, insbesondere Thomas Keller als Ansprechpartner von Seiten der Feuerwehrführung für die Abteilung, sowie der gesamten Mannschaft. Die Abteilung sei stolz auf ihre Geschlossenheit, Einsatzbereitschaft und die Leistung im Jahr 2025.

Quelle: Presseportal

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