Beamte kontrollierten 370.000 Fahrzeuge, stellten 5.560 Verstöße fest. Verwarnungsgelder und Bußgeldverfahren angekündigt.
ROADPOL Speed-Week in Karlsruhe: Mehr als 5.500 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt

Karlsruhe (ost)
Während der europaweiten ROADPOL Speed-Week führten Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Karlsruhe vom 3. bis 9. August 2026 verstärkte Geschwindigkeitskontrollen im öffentlichen Straßenverkehr durch.
Mit Hilfe spezieller Verkehrsüberwachungstechnik überprüfte die Verkehrspolizei im Aktionszeitraum insgesamt etwa 370.000 Fahrzeuge. Bei 5.560 Fahrzeugen stellten die Einsatzkräfte Geschwindigkeitsüberschreitungen fest.
In 5.282 Fällen müssen die Betroffenen mit einem Verwarnungsgeld rechnen. Weitere 259 Verstöße führen zu einem Bußgeldverfahren. Davon entfallen 222 auf PKW und 37 auf LKW.
In 19 besonders schwerwiegenden Fällen ist außerdem mit einem Fahrverbot zu rechnen. Alle diese Fahrverbote betreffen PKW-Fahrer.
Zwei besonders deutliche Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden auf den Bundesautobahnen 5 und 8 registriert.
Auf der Bundesautobahn 5 in Richtung Frankfurt wurde ein Porsche bei erlaubten 120 km/h mit einer Geschwindigkeit von 218 km/h gemessen. Der Fahrer überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit somit um 98 km/h.
Noch schneller war ein Mercedes-Fahrer auf der Bundesautobahn 8 in Richtung Stuttgart unterwegs. Bei ebenfalls erlaubten 120 km/h zeigte das Messgerät eine Geschwindigkeit von 231 km/h an. Dies entspricht einer Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 111 km/h.
Die Ergebnisse der Kontrollwoche zeigen, dass Geschwindigkeitsverstöße weiterhin einen Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrsüberwachung darstellen. Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zählt zu den wesentlichen Ursachen schwerer Verkehrsunfälle. Das Polizeipräsidium Karlsruhe wird daher auch zukünftig gezielte Geschwindigkeitskontrollen durchführen, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen.
Anna Breite-Diehl, Pressestelle
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Fälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926 Fälle, was 85.09% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








