Ermittlungen in Deutschland, Spanien und Polen wegen Volksverhetzung und Propaganda. Staatsanwaltschaft Karlsruhe und LKA Baden-Württemberg führen Durchsuchungen durch.
Sachsen: Rechtsextremistisches Verlagsnetzwerk im Visier der Ermittler

Stuttgart/Karlsruhe (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Landeskriminalamts Baden-Württemberg:
Rechte Hetze und Volksverhetzung als Geschäftsmodell: Seit einigen Jahren steht der rechtsextreme Verlag „Der Schelm“ im Blickfeld der deutschen Ermittlungsbehörden. Der Verlag soll unter anderem Publikationen mit antisemitischen und volksverhetzenden Inhalten sowie Schriften, die den Holocaust leugnen, verbreiten.
Nachdem der bisher florierende Versandhandel aufgrund von Untersuchungen des Generalbundesanwalts und mehrerer Verurteilungen von Geschäftspartnern zunächst stark zurückgegangen war, gab es Hinweise darauf, dass die Verantwortlichen des Verlags neue Druck- und Vertriebswege geschaffen haben sollen. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt daher gegen derzeit acht Beschuldigte insbesondere wegen des Verdachts der – gemeinschaftlich begangenen – Volksverhetzung in mindestens 488 Fällen.
Der 61-jährige Hauptbeschuldigte wird derzeit in Russland vermutet.
Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat im Rahmen der Ermittlungen am 11. März 2026 mit Unterstützung der örtlichen Behörden insgesamt zehn Wohnungen und Geschäftsräume in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen sowie vier weitere Räumlichkeiten in Spanien und Polen durchsucht.
Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel, insbesondere Druckwerke, Bestellungen, Propagandamaterialien und NS-Devotionalien sowie elektronische Datenträger sichergestellt.
Quelle: Presseportal








