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Schockanrufe im Landkreis Sigmaringen scheitern

Eine angebliche Kriminalbeamtin forderte am Dienstag mehrere zehntausend Euro Kaution, weil die Tochter einen Fahrradfahrer tödlich verletzt habe. Die Angerufenen durchschauten den Betrug und legten auf.

Foto: Depositphotos

Landkreis Sigmaringen (ost)

Sigmaringen/Gammertingen

Betrügerische Schockanrufe bleiben erfolglos

Am Dienstag erhielten mehrere Bürger im Landkreis sogenannte Schockanrufe. Am Telefon gab sich eine Frau als Kriminalbeamtin aus und erklärte, die Tochter der Angerufenen habe einen Fahrradfahrer angefahren und tödlich verletzt. Um eine Inhaftierung der Tochter abzuwenden, müsse jetzt eine Kaution von mehreren zehntausend Euro gezahlt werden. Die Angerufenen erkannten den Betrugsversuch rasch und legten richtigerweise auf, zumal die vermeintliche Kriminalbeamtin keine Rückfragen beantworten konnte. Weil Betrüger mit Schockanrufen in jüngster Zeit immer wieder Erfolg hatten und ihren Opfern zum Teil hohe Geldbeträge abnahmen, empfiehlt die Polizei hierzu: Beenden Sie das Gespräch und lassen Sie sich auf keinen Fall von den psychologisch geschulten Anrufern in ein Gespräch verwickeln. Rufen Sie im Zweifel Ihre Angehörigen oder die Polizei unter den Ihnen bekannten Nummern an. Informieren Sie Familienmitglieder und Bekannte über diese Betrugsmasche. Informationen zu weiteren Formen des Telefonbetrugs gibt es auf www.polizei-beratung.de.

Meßkirch

Alkohol am Steuer – Führerschein von Polizei beschlagnahmt

Das Polizeirevier Sigmaringen ermittelt gegen einen 19-jährigen Autofahrer wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. Der Mann war den Beamten gegen 0.30 Uhr im Ortsgebiet aufgefallen, weil er offenbar beim Anblick des Streifenwagens auf ein fremdes Grundstück fuhr und dort Licht und Motor ausschaltete. Bei der Kontrolle zeigte sich, dass der 19-Jährige mehr als ein Promille Alkohol im Körper hatte. In einer Klinik wurde ihm Blut abgenommen, außerdem beschlagnahmten die Beamten den Führerschein des 19-jährigen Deutschen. Ihn erwarten nun strafrechtliche Folgen.

Meßkirch

Frau beim Einparken angefahren – Polizei findet Unfallverursacher

Ein 75-Jähriger muss mit strafrechtlichen Folgen rechnen, nachdem er am Montag beim Einparken eine Fußgängerin angefahren und leicht verletzt hat. Der Senior fuhr gegen 11.30 Uhr mit seinem BMW in eine Parkfläche in der Conradin-Kreutzer-Straße und streifte dabei die 52 Jahre alte Frau. Die 52-Jährige sprach den Fahrer darauf an, dennoch ging er zu Fuß weg, ohne seine Personalien zu hinterlassen. Weil sie sich später in ärztliche Behandlung begeben musste, meldete die 52-Jährige den Unfall nachträglich der Polizei. Der Polizeiposten Meßkirch nahm Ermittlungen wegen Fahrerflucht und fahrlässiger Körperverletzung auf und ermittelte den 75-jährigen Deutschen als Verursacher. Gegen den Senior wird nun Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet.

Bad Saulgau

64-Jähriger schlägt Jugendlichen und wehrt sich gegen Polizei
Ein stark alkoholisierter 64-Jähriger beleidigte und schlug am Dienstag kurz nach 15 Uhr im Bereich des Bahnhofs einen 16-Jährigen und widersetzte sich anschließend Polizeibeamten. Offenbar fühlte sich der 64-Jährige durch das Verhalten des Jugendlichen und dessen Begleiter provoziert; daraufhin beleidigte er den 16-Jährigen zunächst massiv und schlug ihn schließlich. Auch als eine alarmierte Polizeistreife eintraf, setzte der Betrunkene seine Beleidigungen gegenüber dem Jugendlichen fort, woraufhin die Beamten ihm einen Platzverweis erteilten. Da er diesem nicht folgte, nahmen die Polizisten den 64-Jährigen in Gewahrsam. Der Mann setzte sich erheblich gegen den Zugriff zur Wehr und äußerte auch gegenüber den Beamten ehrverletzende Worte. Im Verlauf der weiteren Maßnahmen bedrohte er die Besatzung des Streifenwagens und beleidigte zudem einen hinzugezogenen Arzt. Wegen seines offenbar psychischen Ausnahmezustands brachten die Polizisten den 64-Jährigen mit bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit in eine Fachklinik. Nun muss er sich strafrechtlich wegen Beleidigung, Bedrohung, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Bad Saulgau

Auto erfasst 13-jährige E-Scooter-Fahrerin

Eine 13-jährige E-Scooter-Fahrerin wurde am Dienstag gegen 8.45 Uhr in der Gutenbergstraße von einer Autofahrerin erfasst, blieb aber glücklicherweise unverletzt. Das Mädchen war verbotenerweise mit dem Scooter auf dem Gehweg unterwegs, als eine 30-Jährige mit ihrem Mercedes aus einer Hofeinfahrt herausfuhr. Dabei übersah die Frau das Kind und stieß mit ihm zusammen. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere hundert Euro geschätzt. Die 30-Jährige muss wegen des verursachten Verkehrsunfalls ein Verwarnungsgeld zahlen, während dem Vater des Mädchens ein Bußgeld droht: Er hatte der 13-Jährigen den E-Scooter überlassen, obwohl dessen Nutzung erst ab 14 Jahren gestattet ist.

Mengen

Unfall: 5-Jähriger verletzt

Bei einem Verkehrsunfall in der Mengener Straße wurde ein 5-Jähriger am Dienstagnachmittag leicht verletzt. Ein 57-jähriger Citroen-Fahrer fuhr in einer langsamen Fahrzeugkolonne, als der Junge unvermittelt vom Gehweg aus zwischen zwei haltenden Fahrzeugen auf der Gegenfahrspur hindurch vor den Citroen lief. Der 57-Jährige bremste zwar sofort, erfasste das Kind aber dennoch. Ein Rettungswagen brachte den 5-Jährigen in ein Krankenhaus. Der Sachschaden am Citroen beträgt rund 1.000 Euro.

Mengen

Nach Meldung eines Wasserrohrbruchs betrunken losgefahren

Für einen 62-Jährigen hat die Meldung eines Wasserrohrbruchs in der Wilhelmiterstraße am späten Montagabend Folgen. Der Mann benachrichtigte die Polizei, weil eine große Menge Wasser aus der bereits aufgebrochenen Fahrbahn austrat. Daraufhin informierten die Beamten die Freiwillige Feuerwehr, die weitere Maßnahmen einleitete. Als die Polizisten im Gespräch mit dem 62-Jährigen deutlichen Alkoholgeruch bemerkten, warnten sie ihn eindringlich davor, noch ein Kraftfahrzeug zu fahren. Etwa eine halbe Stunde später missachtete der 62-Jährige den gut gemeinten Rat: Statt wie angekündigt zu Fuß nach Hause zu gehen, setzte er sich ans Steuer seines Fahrzeugs und fuhr davon. Die Beamten, die vor Ort weiterhin gemeinsam mit der Feuerwehr wegen des Wasserrohrbruchs im Einsatz waren, folgten dem Wagen und hielten den 62-Jährigen kurz darauf an. Ein Atemalkoholtest ergab gut 0,8 Promille, weshalb der Mann die Polizisten für einen gerichtsverwertbaren Alkoholtest zum Polizeirevier begleiten musste. Seine Fahrt durfte er nicht fortsetzen. Nun erwarten ihn ein Bußgeld von mehreren hundert Euro und ein mehrwöchiges Fahrverbot.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Im Jahr 2023 wurden in Baden-Württemberg insgesamt 306.644 Verkehrsunfälle registriert. Davon waren 33.630 Unfälle mit Personenschaden (10,97 %), 10.355 schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden (3,38 %), 1.733 Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel (0,57 %) und 260.926 übrige Sachschadensunfälle (85,09 %). Nach Ortslage wurden 25.663 Unfälle innerorts (8,37 %), 13.562 außerorts ohne Autobahnen (4,42 %) und 3.369 auf Autobahnen (1,1 %) erfasst. Dabei kamen 369 Menschen ums Leben, 6.139 wurden schwer und 36.086 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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