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Schwerer räuberischer Erpressungsfall in Kornwestheim,51 Jahre alter Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Ein 31-jähriger Mann wurde mit einem Schraubenzieher bedroht und vier Euro erpresst. Der Tatverdächtige wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

Foto: Depositphotos

Ludwigsburg (ost)

Am Montag (23.02.2026) um etwa 13:20 Uhr wurde ein 31-jähriger Mann in der Unterführung des Bahnhofs in Kornwestheim von einem zunächst unbekannten Verdächtigen mit einem Schraubenzieher bedroht. Der Verdächtige forderte alle Gegenstände, die der Mann bei sich trug. Der 31-Jährige gab ihm daraufhin vier Euro. Danach begab sich der Unbekannte zum Bahnsteig am Gleis 3, wo er einen weiteren unbekannten Mann auf ähnliche Weise erpresste und dann gemeinsam mit ihm in die S-Bahn 4 in Richtung Stuttgart stieg. Im Zug übergab auch der unbekannte Geschädigte dem Verdächtigen Geld.

Am Dienstag (24.02.2026) erkannte der 31-Jährige den Verdächtigen vom Vortag am Bahnhof in Kornwestheim wieder. Die Einsatzkräfte des Polizeireviers Kornwestheim nahmen daraufhin einen 51 Jahre alten Mann vorläufig fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde der 51-jährige Verdächtige am Mittwoch (25.02.2026) einem Haftrichter beim Amtsgericht Ludwigsburg vorgeführt. Der Haftrichter erließ einen Haftbefehl wegen schwerer räuberischer Erpressung, setzte diesen um und wies den 51-jährigen Pakistani in eine Justizvollzugsanstalt ein. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen sind noch im Gange.

Zeugen des Vorfalls, insbesondere der noch unbekannte Geschädigte, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg unter Tel. 0800 1100225 oder per E-Mail an hinweise.kripo.ludwigsburg@polizei.bwl.de zu melden.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 3042 Fälle registriert, von denen 2037 gelöst wurden. Es gab insgesamt 2602 Verdächtige, darunter 2369 Männer, 233 Frauen und 1313 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 3782, von denen 2518 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls auf 3202, darunter 2906 Männer, 296 Frauen und 1674 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Raubüberfälle in Deutschland mit 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 3.042 3.782
Anzahl der aufgeklärten Fälle 2.037 2.518
Anzahl der Verdächtigen 2.602 3.202
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.369 2.906
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 233 296
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.313 1.674

Quelle: Bundeskriminalamt

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