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Schwerer Unfall bei Hermaringen

Ein Motorradfahrer verliert bei einem Überholmanöver seinen Unterschenkel. Rettungskräfte und Polizei werden alarmiert.

Foto: Depositphotos

Ulm (ost)

Die Polizei und Rettungskräfte wurden am Freitag um 18:55 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der B 492 bei Hermaringen gerufen. Ein 45-jähriger Motorradfahrer fuhr mit seiner Kawasaki von Sontheim in Richtung Hermaringen. Auf einer geraden und gut einsehbaren Strecke überholte er einen Audi, der von einem 19-jährigen Mann gefahren wurde. Dabei übersah der Fahrer der Kawasaki einen entgegenkommenden Mercedes, der von einer 23-jährigen Frau gesteuert wurde. Das Motorrad prallte zuerst gegen den Mercedes und dann gegen den Audi, bevor es nach etwa 40 Metern zum Stillstand kam. Der Mercedes kam an der Leitplanke zum Stehen. Bei dem Zusammenstoß wurde dem 45-Jährigen das Bein abgetrennt, er wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Ulm geflogen. Die 23-jährige Fahrerin des Mercedes erlitt ebenfalls schwere Verletzungen und wurde mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Um den genauen Unfallhergang zu klären, wurde von der Staatsanwaltschaft die Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens angeordnet. Alle drei beteiligten Fahrzeuge wurden beschlagnahmt und von einem Abschleppdienst geborgen. Die Verkehrspolizei Heidenheim schätzt den entstandenen Sachschaden auf 40.000 Euro. Die B 492 war bis 23:00 Uhr für die Unfallaufnahme und Gutachtenerstellung gesperrt. Es kam zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen. An der Unfallstelle waren neben Streifenwagen der Polizeireviere Heidenheim und Giengen sowie der Verkehrspolizei Heidenheim auch die Feuerwehren aus Hermaringen und Sontheim, ein Rettungshubschrauber, zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug im Einsatz.

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Polizeiführer vom Dienst /VIL, Telefon: 0731 188 1111, E-Mail: ulm.pp.fest.flz@polizei.bwl.de

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Baden-Württemberg insgesamt 306.644 Verkehrsunfälle. Davon waren 33.630 Unfälle mit Personenschaden, was 10,97% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10,38% aus, während Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel lediglich 0,57% ausmachten. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 85,09%. In innerorts gelegenen Ortslagen ereigneten sich 8,37% der Unfälle, außerorts (ohne Autobahnen) waren es 4,42% und auf Autobahnen 1,1%. Insgesamt kamen 369 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, 6.139 wurden schwer verletzt und 36.086 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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