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Sinsheim: Missbrauch im beschleunigten Fachkräfteverfahren

Ermittlungen wegen Einschleusen von Ausländern und Urkundenfälschung. Bundespolizei durchsucht Geschäftsadresse eines 29-Jährigen in Sinsheim.

Foto: unsplash

Sinsheim (ost)

Heute Morgen, am 14.07.2026, haben Beamte der Bundespolizei einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Heidelberg vollstreckt, der zuvor von der ermittelnden Staatsanwaltschaft Heidelberg beantragt wurde. Die Durchsuchung fand an der Geschäftsadresse eines 29-jährigen deutschen Staatsbürgers in Sinsheim (Baden-Württemberg) statt. Dabei konnten verschiedene Beweismittel sichergestellt oder beschlagnahmt werden.

Dem deutschen Staatsbürger wird vorgeworfen, türkische Arbeitnehmer im Rahmen des beschleunigten Fachkräfteverfahrens illegal in die Bundesrepublik Deutschland gebracht zu haben.

Als Geschäftsführer einer Personalvermittlungsfirma soll er unter anderem mit Hilfe von Untervollmachten verschiedener Unternehmen gefälschte Arbeitsverträge bei den Ausländerbehörden eingereicht haben. Dies führte zu Genehmigungen der Ausländerbehörden und der Bundesagentur für Arbeit, die in einigen Fällen zu Visaerteilungen in der deutschen Botschaft in Ankara (Türkei) führten.

Laut den Unternehmen, die die vermittelten Arbeitskräfte beschäftigten, nahmen die Fachkräfte ihre Arbeit teilweise gar nicht oder nur für kurze Zeit auf, bevor sie verschwanden.

Die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Stuttgart hat daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern sowie der Urkundenfälschung gegen den 29-jährigen Deutschen eingeleitet, der bereits in der Vergangenheit wegen mehrerer Betrugsdelikte, Urkundenfälschungen und Geldwäsche untersucht wurde.

Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.

Quelle: Presseportal

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