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Speedmarathon in Karlsruhe: 8.560 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt

Im Zeitraum vom 13. bis 19. April 2026 wurden 8.560 Geschwindigkeitsverstöße bei 522.500 gemessenen Fahrzeugen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe festgestellt.

Foto: unsplash

Karlsruhe (ost)

Vom 13. bis zum 19. April 2026 fand die europaweite Roadpol Geschwindigkeitskontrollwoche statt, an der sich auch das Polizeipräsidium Karlsruhe beteiligte.

Im Aktionszeitraum stellten Beamte der Verkehrspolizei bei circa 522.500 gemessenen Fahrzeugen insgesamt rund 8.560 Geschwindigkeitsverstöße fest. Im Vergleich dazu lag die Anzahl der Verstöße im Jahr 2025 bei etwa 7.480 – circa 1.080 weniger als 2026. Zu erwähnen ist jedoch, dass in diesem Jahr zwar mehr Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert, aber auch etwa 100.000 Fahrzeuge mehr gemessen wurden.

Bei den festgestellten Verstößen müssen 8.204 Verkehrsteilnehmende nun mit einem Verwarnungsgeld rechnen. In 338 Fällen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. 19 Personen droht ein Fahrverbot.

Den unrühmlichen Spitzenwert erreichte ein Autofahrer auf der Bundesautobahn 8 in Fahrtrichtung Pforzheim: Bei erlaubten 120 km/h wurde er mit 188 km/h gemessen. Ihn erwarten nun ein Bußgeld von 600 Euro, 2 Punkte in Flensburg sowie ein zweimonatiges Fahrverbot.

„Erfreulich ist aber, dass sich die festgestellten Spitzengeschwindigkeiten durchweg verringert haben und sich die Anzahl an Fahrverboten im Vergleich zum Vorjahr um 19 Fälle zurückgingen“ so Polizeihauptkommissar Leopold, Leiter der spezialisierten Verkehrsüberwachung.

Auch Abstandsmessungen wurden auf der A5 durchgeführt. Hierbei verstießen 286 Verkehrsteilnehmende gegen den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand. Auch hier wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.

PHK Leopold bilanziert abschließend: „Rund 98 Prozent der Verkehrsteilnehmenden verhalten sich regelkonform – und etwa 96 Prozent der Verstöße liegen noch im Bereich einer Verwarnung.“

Das Polizeipräsidium Karlsruhe wird auch über den Zeitraum des Speedmarathons hinaus Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt der Geschwindigkeitsüberwachung durchführen. Neben Vorfahrtsmissachtungen, Abstandsverstößen, Fehler beim Abbiegen und Ablenkung zählt nicht angepasste Geschwindigkeit weiterhin zu den häufigsten Ursachen für Unfälle mit Personenschäden.

Anna Breite-Diehl, Pressestelle

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon sind 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 10355 Unfälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 1733, was 0.57% ausmacht. Der Großteil der Unfälle, nämlich 260926, sind übrige Sachschadensunfälle, was 85.09% entspricht. Innerorts gab es 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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