Ein 51-jähriger Sattelzuglenker wurde auf der A 8 gestoppt, nachdem er mit 2,3 Promille Alkohol am Steuer erwischt wurde.
Stuttgart: Alkoholisierter LKW-Fahrer gestoppt

Ludwigsburg (ost)
Dank einer Mitteilung eines aufmerksamen Zeugen konnte eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg am Montag (16.02.2026) um 12:15 Uhr einen 51-jährigen Fahrer eines Sattelzugs auf der A 8 in Richtung Karlsruhe kontrollieren. Das Fahrzeug war dem Zeugen zuvor zwischen der Anschlussstelle Stuttgart-Möhringen und dem Autobahnkreuz Stuttgart aufgrund gefährlicher und unsicherer Fahrweise aufgefallen. Ein Atemalkoholtest, den der Fahrer durchführte, ergab einen Wert von etwa 2,3 Promille, weshalb er im Anschluss eine Blutentnahme in einem Krankenhaus über sich ergehen lassen musste. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich zudem heraus, dass gegen ihn eine unbezahlte Geldstrafe wegen einer früheren Trunkenheitsfahrt vorlag. Da die ausstehende Summe direkt vor Ort beglichen werden konnte, wurde die Vollstreckung eines entsprechenden Haftbefehls vermieden. Dennoch wurde dem 51-jährigen Fahrer der Führerschein entzogen und die Weiterfahrt untersagt. Er musste vor Ort bleiben, bis ihn ein Ersatzfahrer seiner Spedition abholte, der dann auch den Sattelzug übernahm. Der 51-Jährige muss sich nun in einem neuen Strafverfahren wegen Trunkenheit am Steuer verantworten.
Dieser Vorfall markiert den Höhepunkt der europaweiten „Trucker-Safety-Week“, während der die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg vom 09.02. bis zum 15.02.2026 zahlreiche Kontrollen im gewerblichen Güter- und Personenverkehr durchführte. Über 300 Fahrzeuge wurden an festen und mobilen Kontrollstellen im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ludwigsburg überprüft, wobei fast die gleiche Anzahl an Verstößen festgestellt wurde. Neben Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie unzureichender Ladungssicherung wurden auch technische Mängel an den Fahrzeugen und Geschwindigkeitsüberschreitungen beanstandet. Besonderes Augenmerk lag zudem auf der Ablenkung am Steuer, wobei 20 Fahrer angezeigt wurden, die während der Fahrt ihr Handy benutzten. In 22 Fällen musste die Weiterfahrt aufgrund schwerwiegender Mängel, fehlender Fahrerlaubnis oder des Einflusses von Drogen sofort untersagt werden.
Angesichts der Vielzahl von festgestellten Verstößen zieht die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg eine gemischte Bilanz: Während die Kontrollen die Verkehrssicherheit direkt verbessern, betont das Ergebnis die Notwendigkeit regelmäßiger Überprüfungen. Dies wird auch durch die Anzahl von Unfällen mit Beteiligung von LKW im Jahr 2025 unterstrichen, die auf 1.933 angestiegen ist, was den Höchstwert im Fünf-Jahres-Vergleich darstellt. Das Polizeipräsidium wird daher auch in Zukunft neben gezielten Schwerpunktkontrollen den Schwerlastverkehr im täglichen Dienst im Auge behalten, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Unfälle aus, was 3.38% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 1733 Fällen oder 0.57% vertreten. Der Großteil der Unfälle, nämlich 260926, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 85.09% entspricht. In der Ortslage innerorts gab es 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








