Ein 30-Jähriger fährt rückwärts auf dem Standstreifen, um Stau zu umgehen. Polizei warnt vor grob fahrlässigem Verhalten.
Stuttgart: Autofahrer auf A8 zeigt Fantasie statt Geduld

Pforzheim (ost)
Während des Feiertags „Heilige drei Könige“ ereignete sich gegen 16:20 Uhr auf der Autobahn 8 in Richtung Stuttgart ein Verkehrsunfall, der zu einer Vollsperrung der Strecke führte. Doch während die Aufräumarbeiten im Gange waren, verlor ein 30-jähriger Autofahrer offensichtlich die Geduld. Genervt vom Stau, in dem er steckte, entschied sich der Mann dazu, rückwärts auf dem Standstreifen und dem Beschleunigungsstreifen zu fahren, um eine Ausfahrt zu erreichen, die bereits mehrere hundert Meter hinter ihm lag. Die Polizeibeamten der Verkehrspolizeiinspektion Pforzheim zeigten wenig Verständnis für dieses Fehlverhalten und stoppten den Fahrer sofort, wiesen ihn auf sein fahrlässiges Verhalten hin. Doch der 30-Jährige war uneinsichtig und erklärte, er habe ja nicht gewendet. Ein interessanter Ansatz.
Nicht erfreut über diese kreative Interpretation der Verkehrsregeln machten die Beamten ihm klar, dass solches Verhalten nicht nur das eigene Leben, sondern auch das Leben anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet. Das Wenden, Rückwärtsfahren und das Befahren von Standstreifen auf einer Autobahn sind nicht nur grob fahrlässig, sondern auch eindeutig verboten. Die Polizei betont in diesem Zusammenhang noch einmal eindringlich: Geduld auf der Autobahn ist nicht nur eine Tugend, sondern auch eine Notwendigkeit.
Simone Unger, Pressestelle
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10,97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 aus, was 3,38% aller Unfälle ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 1733 Fällen, also 0,57%, vergleichsweise gering. Die meisten Unfälle (85,09%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8,37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4,42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1,1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








