Ein 60-jähriger Mann wurde wegen Insolvenzverschleppung und Bankrott festgenommen. Er soll Anlegergelder in Höhe von ca. 30 Millionen Euro veruntreut haben.
Stuttgart: Bankrotteur festgenommen
Stuttgart/Nürnberg (ost)
Polizeibeamte in Nürnberg haben am Donnerstag (13.03.2025) einen sechzigjährigen Mann verhaftet. Er wird verdächtigt, zwischen 2016 und 2017 über eine Aktiengesellschaft Gelder in Höhe von etwa 30 Millionen Euro von Investoren durch Schuldverschreibungen erhalten zu haben, aber ab 2017 nicht mehr in der Lage gewesen zu sein, diese zurückzuzahlen. Wenn eine Aktiengesellschaft zahlungsunfähig ist, besteht die gesetzliche Verpflichtung, einen Insolvenzantrag zu stellen. Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, dass er vorsätzlich keinen Insolvenzantrag gestellt hat (Insolvenzverschleppung) und stattdessen die Gesellschaft zum Nachteil der Gläubiger „begraben“ hat, indem er den Vorstand ausgetauscht, die Gesellschaft umbenannt und nach Berlin verlegt hat, wo sie bald nicht mehr erreichbar war (Bankrott). Nach intensiven Ermittlungen konnten die Ermittler den Verdächtigen ausfindig machen, der in Dubai lebte. Bei der Einreise nach Deutschland gelang es den Beamten aus Stuttgart, den Aufenthaltsort des sechzigjährigen Mannes zu ermitteln, woraufhin ihn die Bundespolizei am Donnerstagvormittag in einem ICE in Nürnberg festnahm.
Der deutsche Staatsbürger wurde am Freitag (14.03.2025) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ und den Verdächtigen inhaftierte.
Quelle: Presseportal