Polizei zieht getunte Fahrzeuge aus dem Verkehr. Im Rahmen der Kontrollwochen am Karfreitag wurden 96 Fahrzeuge und 112 Personen überprüft, 53 Fahrzeuge wurden beanstandet.
Stuttgart: Verkehrskontrollen am „Car-Friday“ am Fernsehturm

Stuttgart-Degerloch (ost)
Im Rahmen der landesweiten Kontrollaktionen gegen illegales Tuning führten Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Stuttgart am Karfreitag (03.04.2026) gezielte Kontrollen in der Nähe des Fernsehturms durch. Viele Mitglieder der Szene nutzten den traditionellen Saisonstart für einen Ausflug zum Fernsehturm in Degerloch.
Die spezialisierten Polizeibeamten der Verkehrspolizei überprüften zwischen 12:00 und 19:00 Uhr insgesamt 96 Fahrzeuge und 112 Personen genauer. Obwohl die meisten Tuning-Fans die gesetzlichen Vorschriften einhielten, stellten die Einsatzkräfte dennoch eine signifikante Anzahl von Verstößen fest.
Die Zusammenfassung des Kontrolltages:
Insgesamt wurden 53 Fahrzeuge beanstandet. Die festgestellten Mängel reichten von nicht genehmigten Rad-Reifen-Kombinationen bis zu unerlaubten Änderungen an der Abgasanlage und der nicht erlaubten Leistungssteigerung.
Bei acht Fahrzeugen waren die technischen Manipulationen so schwerwiegend, dass die Betriebserlaubnis sofort erlosch. Sechs Fahrzeuge wurden aufgrund erheblicher Sicherheitsmängel vor Ort sichergestellt und abgeschleppt, um technische Gutachten zu erstellen.
„Unser Ziel ist nicht die Schikane von Autoliebhabern, sondern die konsequente Bekämpfung von Gefahren im Straßenverkehr“, betonte der heutige Einsatzleiter und Tuning-Experte des Polizeipräsidiums Stuttgart, Dimitrios Bastounis. „Illegale Umbauten und übermäßiger Lärm haben auf Stuttgarts Straßen keinen Platz. Die Vorfälle der vergangenen Jahre zeigen deutlich, dass technischer Leichtsinn und Selbstinszenierung schwerwiegende, im Einzelfall auch tödliche Folgen haben können.“
Die Polizei Stuttgart wird auch über die Osterfeiertage hinaus verstärkt Präsenz zeigen und gezielte Kontrollen an bekannten Treffpunkten durchführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den Lärmschutz für die Anwohner zu gewährleisten.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Baden-Württemberg insgesamt 306.644 Verkehrsunfälle. Davon waren 33.630 Unfälle mit Personenschaden, was 10,97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10.355 Fälle aus, was 3,38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.733 Fällen registriert, was 0,57% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle betrugen 260.926, was 85,09% entspricht. 25.663 Unfälle ereigneten sich innerorts (8,37%), 13.562 außerorts (4,42%) und 3.369 auf Autobahnen (1,1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6.139 Schwerverletzte und 36.086 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








