Die Polizei hat zwei mutmaßliche Telefonbetrüger in Kusterdingen festgenommen. Sie befinden sich bereits in Untersuchungshaft.
Telefonbetrug in Kusterdingen: Tatverdächtige in Haft

Reutlingen (ost)
Gemeinsame Bekanntgabe von der Staatsanwaltschaft Tübingen und dem Polizeipräsidium Reutlingen
Die Polizei hat am Montag (08.06.2026) in Kusterdingen und im Rems-Murr-Kreis zwei Verdächtige im Alter von 20 und 21 Jahren festgenommen, die dringend des versuchten gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs verdächtigt werden. Der Mann und die Frau befinden sich bereits in Untersuchungshaft.
Die Festnahmen erfolgten nach mehreren Anrufen von weiteren mutmaßlichen Bandenmitgliedern bei einem älteren Herrn in Kusterdingen ab Freitag (05.06.2026), bei denen sich die Anrufer als Polizeibeamte ausgaben. Sie erzählten ihm eine erfundene Geschichte von Einbrüchen in der Nachbarschaft und forderten den Mann auf, seine Wertgegenstände zur angeblichen Sicherheit vor den Dieben an die Polizei zu übergeben.
Der ältere Herr erkannte den Betrug und informierte die Polizei. Mit Hilfe von Beamten der Kriminalpolizeidirektion Esslingen ging er auf die Forderungen der Anrufer ein und gab vor, die Wertgegenstände zu übergeben. Am Montagmittag (08.06.2026) begab sich die 21-jährige Abholerin zur Wohnanschrift des Mannes in der Hoffnung auf Beute und wurde von Einsatzkräften vorläufig festgenommen.
Weitere Ermittlungen ergaben Hinweise auf einen mutmaßlichen Drahtzieher im Rems-Murr-Kreis. Der 20-jährige Koordinator der Abholung wurde noch am selben Abend von Beamten des Polizeipräsidiums Aalen festgenommen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen wurden die beiden deutschen Staatsbürger am Dienstagnachmittag (09.06.2026) der Haftrichterin beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Die Richterin erließ die Haftbefehle und beide wurden inhaftiert.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Esslingen dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 im Jahr 2022 auf 312 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 381 im Jahr 2022 auf 402 im Jahr 2023. Davon waren 345 männliche Verdächtige, 36 weibliche Verdächtige und 165 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt








