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Tötungsdelikt in Freudenstadt

Eine 48-jährige Frau rief kurz vor Mitternacht bei der Polizei an und gestand, ihren Freund getötet zu haben. Der Geschädigte wurde leblos in seiner Wohnung gefunden, die Tatverdächtige wurde festgenommen.

Foto: Depositphotos

Eutingen im Gäu (ost)

Am späten Samstagabend, kurz vor Mitternacht, alarmierte eine 48-jährige Frau über den Notruf die Führungs- und Lagezentrale des Polizeipräsidiums Pforzheim. Unter anderem gab sie an, dass sie ihren Partner umgebracht habe.

Umgehend wurden mehrere Polizeistreifen und der Rettungsdienst zu dem Wohngebäude geschickt. Für den 52-jährigen Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er wurde leblos in seiner Wohnung aufgefunden. Die mutmaßliche Täterin wurde ohne Widerstand in dem Gebäude festgenommen.

Neben den Beamten des Kriminaldauerdienstes und der Kriminaltechnik wurde auch die Rechtsmedizin in Tübingen hinzugezogen. Derzeitigen Informationen zufolge hat der 52-Jährige Verletzungen durch scharfe Gewalt erlitten. Es bestand eine vorherige Beziehung zwischen dem Opfer und der Verdächtigen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rottweil erließ die Haftrichterin des zuständigen Amtsgerichts in Rottweil am Sonntagnachmittag einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags und setzte diesen um. Die 48-jährige kroatische Staatsbürgerin befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Die weiteren Ermittlungen des Kriminalkommissariats Freudenstadt, insbesondere zu den genauen Umständen und Hintergründen der Tat, sind noch im Gange.

Markus Wagner, Pressestelle der Staatsanwaltschaft Rottweil

Benjamin Koch, Pressestelle des Polizeipräsidiums Pforzheim

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, wobei 304 Fälle gelöst wurden. Im Jahr 2023 stieg die Zahl auf 338 Fälle, wobei 312 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 381 im Jahr 2022 auf 402 im Jahr 2023. Davon waren 363 männlich, 39 weiblich und 211 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 315 338
Anzahl der aufgeklärten Fälle 304 312
Anzahl der Verdächtigen 381 402
Anzahl der männlichen Verdächtigen 345 363
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 36 39
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 165 211

Quelle: Bundeskriminalamt

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