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Traditioneller Fastnachtshaufen in Oberflockenbach

Die Jugendfeuerwehr hält an der Tradition fest und sorgt für Brandschutz beim Abbrennen des Fastnachtshaufens.

Fastnachtshaufen in Oberflockenbach zog wieder hunderte Besucher an.
Foto: Presseportal.de

Weinheim (ost)

Am Rosenmontag wurde in Oberflockenbach traditionell die Fastnacht verabschiedet. Viele Leute versammelten sich auf der Wiese in Steinklingen, am Ende waren es ungefähr 300 Besucher. Der Fastnachtshaufen bestand aus alten Weihnachtsbäumen, die im Januar von der Jugendfeuerwehr Oberflockenbach im Dorf gesammelt worden waren. Trotz der kühlen Temperaturen von etwa 3 Grad war die Stimmung gut, viele nutzten auch in diesem Jahr den Abend als Abschluss der Fastnachtszeit.

Vor dem Entzünden des Feuers überprüfte die Jugendfeuerwehr ihren Haufen am Tag des Verbrennens sorgfältig auf Tiere. Ein großer Teil des Materials wurde gezielt umgelagert, um mögliche Verstecke zu kontrollieren und zu öffnen. Ein komplettes Umlagern war nicht möglich, da unter dem Haufen eine Holzstruktur lag. Dennoch sorgten die Jugendlichen konsequent dafür, den Haufen so weit wie möglich zu bewegen und zu durchsuchen.

Die Besucher standen hinter der Absperrung und hielten Abstand. Die Jugendfeuerwehr und die aktiven Mitglieder der Feuerwehr behielten den Bereich im Auge und sorgten für Brandschutz.

Die Bewirtung durch die Jugendfeuerwehr gehört in Oberflockenbach ebenfalls zur Tradition. Glühwein, Kinderpunsch und Fleischkäsbrötchen wurden ausgegeben. Gerade an einem kalten Abend zeigte sich, wie gut Organisation und Teamarbeit funktionieren, wenn viele Menschen gleichzeitig versorgt werden müssen.

Der Fastnachtshaufen hat in Oberflockenbach seit 44 Jahren wieder seinen festen Platz am Fastnachtsdienstag. In vielen Orten ist dieser Brauch seltener geworden. Früher war das Abbrennen nach den Fastnachtstagen ein wichtiger Termin. Der Winter sollte symbolisch verabschiedet werden. Manchmal stand oben auf dem Haufen eine Strohpuppe. Auch das Fackelschlagen war früher an einigen Orten üblich. Heutzutage sind solche Elemente kaum noch zu sehen. Umso wichtiger ist es, dass die Jugendfeuerwehr in Oberflockenbach die Tradition fortführt.

Die Ursprünge der Wiederbelebung reichen bis ins Jahr 1981 zurück. Nach einer Weihnachtsfeier sprachen der damalige Jugendwart Edgar Müller und der damalige Gruppenführer Christian Brunow über alte Bräuche im Dorf. Daraus entstand die Idee, den Fastnachtshaufen wieder aufleben zu lassen. Ab 1982 setzte die Jugendfeuerwehr dies um. Damals sammelten Jugendliche Alt- und Unterholz aus den umliegenden Wäldern. Der Haufen wurde von einer Schlumpel gekrönt. Der Aufbau war hohl und diente der Dorfjugend zuvor als Treffpunkt, mit Stroh ausgelegt und als geschützter Ort für Winterabende genutzt.

Mit den Jahren stieg der organisatorische Aufwand. Die Weihnachtsbäume lieferten das Material, die Bewirtung wurde umfangreicher und beim Einsammeln halfen Landwirte und Gewerbetreibende im Dorf mit Traktoren, Rollern und Lastwagen. Auch der Abbrennplatz wechselte immer wieder. Zuerst wurde im Gewann Eichels, dann am Bildstock und am Kisselberg abgebrannt. Heute findet das Abbrennen in der Nähe des KSV-Platzes statt. Ein Dank geht an die Familie Jungmann aus Steinklingen für die Unterstützung und die Fläche.

Quelle: Presseportal

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