Ein 30-jähriger mutmaßlicher Dealer in Haft wegen bewaffnetem Handel mit Betäubungsmitteln. Ermittlungen zur Herkunft der Drogen dauern an.
Tübingen: Drogen und Waffen beschlagnahmt

Reutlingen (ost)
Rottenburg (TÜ):
Gemeinsame Bekanntgabe der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen
Ein 30-jähriger Mann wurde am Dienstag, den 26. Mai 2026, unter dem dringenden Verdacht des bewaffneten Drogenhandels von der Polizei festgenommen. Er befindet sich bereits in Untersuchungshaft.
Schon Anfang Februar 2026 geriet der Mann ins Visier der Ermittler, da Spuren an einem scheinbar herrenlosen Behältnis, in dem verschiedene Drogen aufbewahrt wurden, seine individuellen Merkmale aufwiesen.
Bei der Durchführung eines Durchsuchungsbeschlusses für seine Wohnung in Rottenburg, der vom Amtsgericht Tübingen erlassen wurde, wurden am Dienstag mehr als 1,8 kg Amphetamin, über einhundert Gramm Marihuana, mehr als ein Dutzend Cannabispflanzen sowie ein Gramm Pilze und Streckmittel gefunden. Neben einem Vakuumiergerät beschlagnahmten die Beamten mehrere Mobiltelefone, zwei Dutzend teilweise einsatzbereite Messer und ein Schwert.
Der beschuldigte Deutsche wurde am nächsten Tag dem Haftrichter am Amtsgericht Tübingen vorgeführt, der den von der Staatsanwaltschaft Tübingen beantragten Haftbefehl erließ und vollstreckte. Er wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zur Herkunft der Drogen dauern an. (tr)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 36787 auf 34877. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 32420 auf 30714 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 26963 höher war als die der weiblichen Verdächtigen mit 3751. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 10727 auf 11419. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 73917 Drogenfälle registriert, was die höchste Anzahl in Deutschland darstellt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 40.049 | 37.873 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36.787 | 34.877 |
| Anzahl der Verdächtigen | 32.420 | 30.714 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 28.389 | 26.963 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.031 | 3.751 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.727 | 11.419 |
Quelle: Bundeskriminalamt








