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Tübingen: Tatverdächtiger in psychiatrischer Klinik untergebracht

Ein 64-jähriger Deutscher wird verdächtigt, einen Mitpatienten durch Brandlegung verletzt zu haben. Die Ermittlungen zu Tat und Motiv dauern an.

Foto: Depositphotos

Reutlingen (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von der Staatsanwaltschaft Tübingen und dem Polizeipräsidium Reutlingen

Tübingen (TÜ): Die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Tübingen ermitteln gegen einen 64-jährigen Deutschen wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der versuchten schweren Brandstiftung. Er steht unter dringendem Verdacht, am frühen Freitagmorgen in einer Klinik in der Calwerstraße einen 49-jährigen Mitpatienten durch Brandstiftung verletzt zu haben.

Nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen der Kriminalpolizei soll der Verdächtige gegen vier Uhr ein Sofa, auf dem der 49-Jährige schlief, angezündet haben. Das Feuer konnte durch das schnelle Eingreifen der Stationsmitarbeiter eigenständig gelöscht werden. Das Opfer erlitt leichte Verletzungen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Verdächtige festgenommen und am nächsten Tag dem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Der Richter erließ den beantragten Haftbefehl und ordnete die Unterbringung an, sodass der 64-Jährige anschließend in einer forensischen Klinik untergebracht wurde. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang und einem möglichen Motiv dauern an. (nf)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Mordraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, wobei 304 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 381, darunter 345 Männer und 36 Frauen. 165 der Verdächtigen waren nicht-deutsch. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 338, wobei 312 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 402, darunter 363 Männer und 39 Frauen. 211 der Verdächtigen waren nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 315 338
Anzahl der aufgeklärten Fälle 304 312
Anzahl der Verdächtigen 381 402
Anzahl der männlichen Verdächtigen 345 363
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 36 39
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 165 211

Quelle: Bundeskriminalamt

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