Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 36-Jährigen wegen versuchten Tötungsdelikten in Reutlingen. Ein Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes wurde erwirkt.
Tübingen: Verdächtiger in Haft nach versuchten Tötungsdelikten

Reutlingen (ost)
Zusatz zu den Pressemitteilungen vom
05.06.2026 / 17.21 Uhr; https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110976/6289004
03.06.2026 / 11.19 Uhr; https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110976/6287486
20.02.2026 / 12.13 Uhr; https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110976/6220788
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen
Nach dem Einsatz der Polizei in der Innenstadt von Reutlingen letzten Freitag ermitteln nun die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Reutlingen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts gegen den 36-jährigen Mann, den die Polizei am Freitagnachmittag nach dem Sprung aus dem Fenster einer Wohnung in der Oberamteistraße festgenommen hat.
Der Verdächtige wird nicht nur beschuldigt, bei einer Auseinandersetzung am Dienstagabend (02.06.2026) in einer städtischen Unterkunft in Reutlingen einen Bekannten schwer mit einem Messer verletzt zu haben. Es wird ihm auch vorgeworfen, bei einem versuchten Raub in der Federnseestraße am Donnerstagnachmittag (19.02.2026) das Opfer, nachdem er kein Geld erhalten hatte, schwer mit einem Messer verletzt zu haben. Die damaligen Fahndungsmaßnahmen waren zunächst erfolglos. Weitere Untersuchungen führten dann zur Identifizierung des 36-jährigen Beschuldigten. In beiden Fällen stellten sich die mutmaßlichen Handlungen als so schwerwiegend heraus, dass die Staatsanwaltschaft Tübingen inzwischen einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes gegen den Mann beantragen konnte.
Der Verdächtige, der bei seiner Flucht und dem Sprung aus dem Fenster keine Verletzungen erlitten hatte, befindet sich seit Freitagnachmittag aufgrund einer anderen medizinischen Ursache im Krankenhaus. Am Mittwochvormittag wurde er dem Haftrichter des Amtsgerichts Tübingen vorgeführt. Dieser erließ den Haftbefehl. Der 36-jährige tunesische Staatsbürger, der keinen festen Wohnsitz hat, wurde in ein Justizvollzugskrankenhaus eingeliefert.
Die kriminalpolizeilichen Untersuchungen sind noch im Gange. (cw)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, wobei 304 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 381, darunter 345 Männer, 36 Frauen und 165 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 338, wobei 312 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 402, darunter 363 Männer, 39 Frauen und 211 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt








