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Tübingen: Verdächtiger in Untersuchungshaft

Nach einer Auseinandersetzung in Reutlingen wurde ein mutmaßlicher Drogendealer in Untersuchungshaft genommen. Der 35-jährige afghanische Staatsangehörige wird wegen illegalen Handels mit Cannabis verdächtigt.

Foto: Depositphotos

Reutlingen (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Tübingen und Polizeipräsidium Reutlingen

Reutlingen (RT):

Nach einem Vorfall am Samstagabend (22.02.2025) in der Metzgerstraße führen Staatsanwaltschaft Tübingen, Polizeirevier Reutlingen und eine Rauschgiftermittlungsgruppe der Kriminalpolizei Ermittlungen durch, unter anderem wegen Verstößen gegen das Konsumcannabisgesetz, gegen einen 35-jährigen Beteiligten, der der Polizei bereits bekannt ist. Der Verdächtige befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft.

Nach bisherigen Erkenntnissen kam es gegen 19.50 Uhr an der Kreuzung Metzgerstraße/Bollwerkstraße zu einem physischen Konflikt zwischen dem 35-Jährigen und einem 40-jährigen Bekannten, der angeblich mit zwei Begleitern unterwegs war. Während des Streits soll der Jüngere eine Waffe gezogen haben, woraufhin der 40-Jährige offenbar Pfefferspray einsetzte und mit seinen Begleitern floh. Er wurde in der Nähe des Tatorts gefunden und übergab ein Pfefferspray, das beschlagnahmt wurde.

Ein Zeuge erlitt leichte Verletzungen durch den Einsatz des Reizstoffs. Der 35-Jährige, dem mutmaßlich auf unbekannte Weise eine Stichverletzung am Bein zugefügt wurde, wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Im Laufe der weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass der 35-Jährige zwischen dem Konflikt und dem Eintreffen der Polizeistreifen offenbar sowohl eine Tasche als auch eine Waffe an einen minderjährigen Verwandten übergab. Bei der nachfolgenden Kontrolle des Jugendlichen fanden die Ermittler eine Reizstoff-Sprühpistole und etwa 80 Gramm Cannabis in einer Tasche, die beschlagnahmt wurden. Der 35-jährige Verdächtige wurde daraufhin vorläufig festgenommen, unter dem Verdacht des illegalen Handels mit Cannabis in nicht geringer Menge, der Mitführung der Reizstoffpistole und der Weitergabe von Cannabis an einen Minderjährigen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen wurde der afghanische Staatsangehörige am Sonntag (23.02.2025) dem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Der Verdächtige wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 40.049 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, wovon 36.787 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 32.420, wobei 28.389 männliche Verdächtige und 4.031 weibliche Verdächtige waren. Darüber hinaus gab es 10.727 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 wurden 37.873 Fälle von Drogenkriminalität registriert, von denen 34.877 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30.714, wobei 26.963 männliche Verdächtige und 3.751 weibliche Verdächtige waren. Es gab auch 11.419 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 40.049 37.873
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36.787 34.877
Anzahl der Verdächtigen 32.420 30.714
Anzahl der männlichen Verdächtigen 28.389 26.963
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4.031 3.751
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 10.727 11.419

Quelle: Bundeskriminalamt

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