Ein 51-jähriger Mann wurde nach einem Messerangriff auf seinen Schwiegersohn in Ubstadt-Weiher in Untersuchungshaft genommen. Der Geschädigte erlitt mehrere Stichverletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Ubstadt-Weiher: 51-Jähriger in Untersuchungshaft

Karlsruhe (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe:
Nachdem ein 51-jähriger Mann am Samstagabend in Ubstadt-Weiher seinen 30-jährigen Schwiegersohn bei einer familiären Auseinandersetzung mit einem Messer verletzt haben soll, wurde er am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe einem Haftrichter beim zuständigen Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl.
Nach dem aktuellen Stand der Untersuchungen soll es am Samstagnachmittag zunächst zu einem Streit zwischen einem Ehepaar gekommen sein. Daraufhin informierten die Eheleute ihre jeweiligen Eltern.
Um 18:30 Uhr soll der 51-jährige Vater der Ehefrau zusammen mit seiner Frau am Wohnsitz des Schwiegersohns in Ubstadt-Weiher angekommen sein. Dort soll der Verdächtige mit einem Messer in der Hand gezielt auf den 30-jährigen Geschädigten im Wohnzimmer zugegangen sein. Nachdem er zuerst den Vater des Opfers beiseitegeschoben haben soll, soll der Beschuldigte plötzlich mehrmals mit dem Messer auf den Oberkörper und den Hals seines Schwiegersohns eingestochen haben.
Der 30-Jährige erlitt dabei mehrere Stichverletzungen im Oberkörper- und Oberarmbereich. Angehörige griffen schließlich ein und hielten den Verdächtigen fest. Der Verletzte schaffte es dann, das Haus zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.
Die alarmierten Polizeikräfte nahmen den 51-Jährigen noch am Tatort vorläufig fest. Der Verletzte wurde zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurde der türkische Staatsbürger am Sonntag dem zuständigen Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl und ordnete die Untersuchungshaft an.
Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei sind im Gange.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, wobei 304 davon aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 381, darunter 345 Männer, 36 Frauen und 165 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Mordfälle auf 338, wobei 312 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 402, wobei 363 Männer, 39 Frauen und 211 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt








