Ein 32-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen und in Untersuchungshaft genommen, nachdem er einen Bekannten bedroht und Wertgegenstände gefordert hatte.
Uhldingen-Mühlhofen: Untersuchungshaft nach räuberischer Erpressung

Bad Waldsee (Landkreis Ravensburg) (ost)
Untersuchung wegen schwerer Erpressung – Verdächtiger in Haft
Ein 32-jähriger Mann befindet sich in Untersuchungshaft, gegen den das Kriminalkommissariat Ravensburg wegen schwerer Erpressung ermittelt. Der Verdächtige soll am Sonntagabend auf einem Privatgrundstück einen 38-jährigen Bekannten mit einer scheinbaren Waffe bedroht und Geld sowie andere Wertsachen gefordert haben. Nach den bisherigen Ermittlungen versuchte der 32-Jährige, den 38-Jährigen während des Vorfalls zu schlagen, nahm persönliche Gegenstände des Opfers an sich und zerstach die Reifen seines Autos. Danach floh der Verdächtige und wurde am nächsten Tag von Beamten des Polizeireviers Überlingen in Uhldingen-Mühlhofen festgenommen. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs des 32-Jährigen fanden die Einsatzkräfte neben den persönlichen Gegenständen des Opfers unter anderem auch die scheinbare Waffe, die sich jedoch tatsächlich als Pfefferspray in Pistolenform herausstellte.
Der 32-jährige deutsche Staatsangehörige wurde am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg einem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ und vollstreckte. Der dringend Verdächtige wurde danach in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Das Kriminalkommissariat Ravensburg hat die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernommen, zu denen auch die genauen Hintergründe des Vorfalls gehören.
Staatsanwalt Dr. Christian Weinbuch, Tel. 0751/806-1344
Polizeihauptkommissar Christian Sugg, Tel. 0751/803-1010
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 3042 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3782 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 2037 auf 2518. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 2602 auf 3202, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Besonders auffällig ist der Anstieg der nicht-deutschen Verdächtigen von 1313 auf 1674. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 12625 Raubüberfälle registriert, was die höchste Anzahl in ganz Deutschland darstellt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.042 | 3.782 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 2.037 | 2.518 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.602 | 3.202 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.369 | 2.906 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 233 | 296 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.313 | 1.674 |
Quelle: Bundeskriminalamt








