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Ulm: Auto-Schmuggel im Visier der Zollbeamten

Im vergangenen Jahr haben Zollbeamte des Hauptzollamts Ulm 184 unverzollte Fahrzeuge im Wert von knapp 350.000 Euro entdeckt und nachverzollt.

Für umgerechnet 60.000 Euro in der Schweiz gekauft und am "Zoll vorbei" in die EU gebracht
Foto: Presseportal.de

Lindau (ost)

Manchmal ist es ein Lamborghini, manchmal ein Traktor. Gelegentlich sind es Motorräder oder ein Oldtimer. Insgesamt 184 Fahrzeuge aller Arten und Preisklassen wurden vom Hauptzollamt Ulm im letzten Jahr mit fast 350.000 Euro nachverzollt. Dies geschah, weil sie ohne Zollanmeldung in die EU gebracht wurden – klassischer Einfuhrschmuggel. Die meisten davon kamen auf Anhängern aus der Schweiz, einige auch auf eigener Achse, und sie waren hauptsächlich in Richtung Osteuropa unterwegs.

Da die Beamten der Kontrolleinheit Grenze hauptsächlich den Abschnitt der Autobahn 96 kurz hinter dem Pfändertunnel überwachen, geraten neben anderen Schmuggelwaren regelmäßig auch unverzollte Fahrzeuge ins Visier, allesamt gebraucht, aus der Schweiz und mit Kaufpreisen zwischen umgerechnet 1500 Euro (z.B. Traktor von 1966) und 60.000 (z.B. BMW X5) Euro.

Etwa ein Viertel der Fälle wurde mit Geldstrafen in Höhe von insgesamt 40.000 Euro belegt; der Rest befindet sich noch in Ermittlungsverfahren bei der Strafsachenstelle des Hauptzollamts Ulm.

Bei der Einfuhr von PKW aus einem Nicht-EU-Staat fallen zehn Prozent Zoll und 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer an. Diese Beträge müssen sofort entrichtet werden. Andernfalls wird das Fahrzeug beschlagnahmt. Wenn der Fahrer den Import nicht vorab meldet – spätestens jedoch bei der Grenzüberquerung – dem Zoll gegenüber, macht er sich strafbar und wird möglicherweise der Steuerhinterziehung beschuldigt.

Quelle: Presseportal

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