Mit einem Schockanruf versuchten Betrüger in Riedlingen an das Ersparte einer Seniorin zu gelangen. Die Polizei warnt vor den verschiedenen Maschen der Telefonbetrüger und gibt Verhaltenstipps.
Ulm: Betrug bei Seniorin in Riedlingen

Ulm (ost)
Am Abend wurde eine ältere Dame von Betrügern angerufen. Ein angeblicher Notarzt teilte ihr mit, dass ein Familienmitglied einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Um eine Untersuchungshaft bei der Polizei zu verhindern, müsse eine Kaution in Höhe von mehreren zehntausend Euro gezahlt oder Schmuck übergeben werden. Glücklicherweise hatte die Seniorin kein großes Bargeld zu Hause und konnte die Anruferin auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten. Es kam nicht zu einer Geld- oder Schmuckübergabe, da die Seniorin den Betrug rechtzeitig erkannt hatte.
Es wird darauf hingewiesen, dass man sich vor Telefonbetrügern schützen kann. Die Betrugsmaschen, mit denen die Betrüger an das Geld der Angerufenen gelangen wollen, sind vielfältig. Oft geben sich Betrüger am Telefon als Verwandte, meist als Tochter, Sohn oder Enkel, oder als Polizeibeamter oder Rechtsanwalt aus und täuschen eine Notsituation vor. Sie berichten beispielsweise von einem Verkehrsunfall, bei dem ein Familienmitglied sofort operiert werden müsse. Die Operation könne jedoch nur durchgeführt werden, wenn sie im Voraus bar bezahlt wird. Dies wird als „Schockanruf“ bezeichnet. Aber auch falsche Mitarbeiter von Softwareunternehmen, falsche Polizeibeamte oder der sogenannte Enkeltrick sollen meist ältere Menschen dazu bringen, Geld, Wertgegenstände oder Schmuck auszuhändigen oder Überweisungen zu tätigen. Viele Angerufene erkennen die Betrugsmaschen und die Betrüger gehen leer aus. Leider fallen jedoch auch immer wieder Menschen auf Betrüger herein und werden um ihr Vermögen gebracht. Die Polizeiliche Kriminalprävention informiert darüber, wie man sich vor Betrug schützen kann. Sie gibt folgende grundlegende Verhaltenstipps:
Wertvolle Tipps zum Schutz vor Telefonbetrügern finden Sie in der Broschüre „Vorsicht, Abzocke!“. Diese ist bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder im Internet unter www.polizei-beratung.de erhältlich. Um das Bewusstsein für das Thema Telefontrickbetrug zu schärfen, hat die Polizei gemeinsam mit der Landesprävention eine zehnteilige Clipreihe produziert, in der die verschiedenen Maschen sukzessive erläutert werden. (https://www.youtube.com/playlist?list=PLHlto8FZiDxtThWg_QGl0xlDImmVjebf8)
++++0590487
Bernd Kurz, Tel. 0731/188-1111
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13531 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4056 auf 4420. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3146 auf 3473, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2153 auf 2380 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 993 auf 1093 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1119 auf 1331. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.144 | 13.531 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.056 | 4.420 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.146 | 3.473 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.153 | 2.380 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 993 | 1.093 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.119 | 1.331 |
Quelle: Bundeskriminalamt








