Ein 80-Jähriger setzte sich trotz Übelkeit und Schwindel ans Steuer. Ein Unfall mit einem Peugeot war die Folge, zum Glück wurde niemand verletzt.
Ulm: Senior fährt trotz Unwohlsein Auto, Unwohlsein und Zusammenstoß nach Fahrtantritt.
Ulm (ost)
Der 80-Jährige fuhr kurz nach 9 Uhr mit seinem Mercedes in der Theodor-Selig-Straße. Er bog dann rechts in die Dekan-Kleber-Straße ab. Ein 39-Jähriger kam ihm dort mit seinem Peugeot entgegen. Er bog von der Dekan-Kleber-Straße nach links ab. Laut Polizei fuhr der Senior beim Abbiegen zu weit nach links und kollidierte mit dem Peugeot. Vor der Fahrt klagte der Senior den Polizisten zufolge über Übelkeit und Schwindel.
Trotz seines Zustands setzte er sich hinters Steuer und fuhr los. Zum Glück wurde bei dem Unfall niemand verletzt. Die Polizei ermittelt nun gegen den 80-Jährigen wegen Straßenverkehrsgefährdung. Ihm droht eine Strafanzeige. Nach der Unfallaufnahme begab sich der Senior mit einem Familienmitglied in ärztliche Behandlung. Der Peugeot war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die Ermittler schätzen den Sachschaden an beiden Autos auf insgesamt rund 9.000 Euro.
Polizeihinweis: Wer ein Fahrzeug im Straßenverkehr führt, obwohl er aufgrund körperlicher Mängel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu steuern und dadurch Leib oder Leben anderer gefährdet oder fremde Sachen von Wert gefährdet, wird gemäß Strafgesetzbuch bestraft. Wer sich also unwohl fühlt, sollte auf keinen Fall selbst fahren. Lassen Sie sich chauffieren, rufen Sie ein Taxi oder im Notfall gleich den Krankenwagen. So kommen alle sicher an, ohne dass jemand ins Gefängnis muss oder eine Strafe zahlen muss.
++++0517594(TH)
Bernd Kurz, Tel. 0731/188-1111
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon entfallen 33630 Unfälle auf Personenschäden, was 10,97% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 10355 Fälle aus, was 3,38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0,57% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 260926 Fälle, was 85,09% aller Unfälle entspricht. In der Ortslage innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8,37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4,42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1,1%). Die Anzahl der Getöteten beläuft sich auf 369, Schwerverletzte auf 6139 und Leichtverletzte auf 36086.
2023 | |
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Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
Ortslage – innerorts | 25.663 |
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
Getötete | 369 |
Schwerverletzte | 6.139 |
Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)