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Ulm: Telefonbetrug in Riedlingen

Ein Unbekannter gab sich als Softwaremitarbeiter aus, erlangte Fernzugriff und versuchte das Online-Banking-Passwort zu stehlen. Polizei warnt vor Weitergabe persönlicher Daten am Telefon.

Foto: unsplash

Ulm (ost)

Der 67-jährige Riedlinger teilte der Polizei mit, dass er am späten Nachmittag auf seinem Computer eine Mitteilung eines mutmaßlichen Softwarekonzerns bekam. Daraufhin telefonierte er mit der angezeigten Telefonnummer. Am anderen Ende der Leitung war wohl ein Mitarbeiter des Softwareunternehmens. Durch geschickte Gesprächsführung erlangte der Unbekannte einen Fernzugriff auf den PC. Während des Telefonats forderte der Betrüger den Senior auf, sein Passwort für das Online Banking einzugeben. Spätestens da dämmerte es ihm, dass er einem Betrüger aufgesessen war. Der 67-Jährige beendete das Telefonat und schaltete den Computer aus. Durch einen Spezialisten wurde mögliche Schadsoftware entfernt. Seitens der Polizei wurde ihm unverzüglich zur Sperrung seiner Konten geraten. Den ersten Erkenntnissen zufolge gelang es dem Unbekannten nicht, Gelder vom Konto des Seniors zu transferieren.

Hinweis:

Die Polizei warnt davor, Kennwörter, PINs oder TANs am Telefon oder online weiterzugeben. Dies sind persönliche Daten, die dem Schutz dienen. Nutzer sollten ihre Rechner mit einer aktuellen Virensoftware schützen und sich über Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Emails oder dem Surfen im Internet informieren.

Die Polizei rät:

Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten.

Rechner, wie beispielsweise mit der Installation einer „Fernwartungs-Software“. Wenn Sie bereits Opfer wurden:

herunter.

möglicherweise bekanntgewordene Passwörter.

„Fernwartungs-Programm“ auf Ihrem Rechner löschen

deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sein können.

durch Betrüger getätigte Zahlungen zurückholen können.

betrogen worden sein, können den Betrug oder den Versuch des Betrugs zusätzlich bei Microsoft melden: www.microsoft.com/de-DE/concern/scam

Wichtige Tipps zum Schutz von Telefonbetrügern erhalten Sie in der Broschüre „Vorsicht, Abzocke!“. Diese finden sie bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder im Internet unter www.polizei-beratung.de. Um sie weiter für das Thema Telefontrickbetrug zu sensibilisieren, hat die Polizei gemeinsam mit der Landesprävention eine zehnteilige Clipreihe produziert, in der die Polizei sukzessive die verschiedenen Maschen erläutert. (https://www.youtube.com/playlist?list=PLHlto8FZiDxtThWg_QGl0xlDImmVjebf8)

++++0403821(TH)

Bernd Kurz, Tel. 0731/188-1111

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, wobei 4056 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 3146, darunter 2153 männliche und 993 weibliche Verdächtige sowie 1119 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 13531, wobei 4420 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 3473, mit 2380 männlichen, 1093 weiblichen und 1331 nicht-deutschen Verdächtigen. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 11.144 13.531
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.056 4.420
Anzahl der Verdächtigen 3.146 3.473
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.153 2.380
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 993 1.093
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.119 1.331

Quelle: Bundeskriminalamt

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