Polizei zieht berauschte Fahrer aus dem Verkehr. Kontrolle zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Senkung der Drogenunfälle.
Ulm: Verkehrskontrolle bei Blaubeuren

Ulm (ost)
Die Beteiligung am Straßenverkehr unter dem Einfluss von Drogen birgt ein großes Risiko für alle Verkehrsteilnehmer. Um die Sicherheit auf den Straßen zu steigern und Verstöße frühzeitig zu erkennen, führt die Polizei regelmäßig Schwerpunktüberwachungen durch. Am vergangenen Dienstag wurde eine Überwachung im Riedweg bei Blaubeuren durchgeführt.
Zwischen 13:00 Uhr und 19:00 Uhr wurden zahlreiche Kontrollen von der Polizei durchgeführt. Die Beamten des Polizeipräsidiums Ulm überwachten den Verkehr und konzentrierten sich dabei besonders auf Fahrer, die möglicherweise unter dem Einfluss von Drogen standen. Etwa 80 Fahrzeuge und 100 Personen wurden kontrolliert. Ein Arzt war ebenfalls vor Ort, um die angeordneten Blutentnahmen durchzuführen.
Bei 12 Fahrern bestand der Verdacht auf Drogenkonsum. Drei Fahrer hatten keine gültige Fahrerlaubnis. Insgesamt durften 15 Fahrer nicht weiterfahren. Zwölf von ihnen mussten Blutproben abgeben. Die Proben wurden direkt an der Kontrollstelle entnommen.
Die intensiven Überwachungen sind Teil der polizeilichen Strategie zur Reduzierung von Drogenunfällen. Die Ergebnisse zeigen, dass immer noch viele Verkehrsteilnehmer unter dem Einfluss von berauschenden Substanzen am Straßenverkehr teilnehmen. Diese Verstöße stellen ein erhebliches Risiko für alle Verkehrsteilnehmer dar. Die Polizei kündigt daher an, auch in Zukunft verstärkt Kontrollen durchzuführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Unfälle zu vermeiden.
++++ 0748750 (BK)
Johanna Christau, Polizeipräsidium Ulm, Tel. 0731/188-1111
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 36787 auf 34877 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 32420 auf 30714, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen mit 26963 höher war als der der weiblichen Verdächtigen mit 3751. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 10727 auf 11419. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 40.049 | 37.873 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36.787 | 34.877 |
| Anzahl der Verdächtigen | 32.420 | 30.714 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 28.389 | 26.963 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.031 | 3.751 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.727 | 11.419 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon endeten 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Unfälle aus, was 3.38% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926, was 85.09% ausmacht. Innerorts gab es 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Die Anzahl der Getöteten lag bei 369, Schwerverletzte bei 6139 und Leichtverletzte bei 36086.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








