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Unlingen – Betrug durch falschen Mitarbeiter einer Softwarefirma

Ein Mann aus Unlingen fiel beinahe auf einen Betrüger herein, der Zugang zum Onlinebanking verlangte. Die Polizei warnt vor solchen Betrugsversuchen und rät zur Vorsicht.

Foto: unsplash

Ulm (ost)

Am Nachmittag hat der Mann im Internet gesurft. Er hat mehrere Benachrichtigungen erhalten und dann gab es unerwartete Störungen auf seinem Computer. Ein Pop-up-Fenster ist erschienen und er wurde aufgefordert, eine Telefonnummer des Störungsdienstes anzurufen. Der ältere Mann hat die Nummer gewählt. Am anderen Ende der Leitung hat sich der vermeintliche Angestellte eines Softwareunternehmens gemeldet. Der Mann hat dem Unbekannten zuerst geglaubt und hat dem Unbekannten den Fernzugriff auf den PC ermöglicht. Der Betrüger hat für die Beseitigung des Virus auf dem Laptop einen Zugang zum Onlinebanking verlangt. Das hat den Senior misstrauisch gemacht und er hat sofort den Kontakt zum Betrüger abgebrochen. Dadurch ist der vermeintliche Betrug gerade noch rechtzeitig aufgeflogen. Es kam zu keiner Zahlung. Der Mann hat Anzeige bei der Polizeiwache Riedlingen erstattet. Die Beamten haben nun die Ermittlungen gegen den Unbekannten mit der Tel. 0041 (für die Schweiz) aufgenommen.

Die Polizei empfiehlt:

Bankkonto- oder Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten.

Computer, beispielsweise durch die Installation einer “Fernwartungs-Software”. Wenn Sie bereits Opfer geworden sind:

herunterladen.

eventuell kompromittierte Passwörter.

“Fernwartungs-Programm” auf Ihrem Computer löschen

deren Zugangsdaten in die Hände der Täter gelangt sein können.

Zahlungen, die von Betrügern getätigt wurden, zurückholen können.

betrogen worden sein, können Sie den Betrug oder den Betrugsversuch zusätzlich bei Microsoft melden: www.microsoft.com/de-DE/concern/scam

++++1757695 (JC)

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13531 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4056 auf 4420. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3146 auf 3473, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2153 auf 2380 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 993 auf 1093 anstieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1119 auf 1331. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 11.144 13.531
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.056 4.420
Anzahl der Verdächtigen 3.146 3.473
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.153 2.380
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 993 1.093
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.119 1.331

Quelle: Bundeskriminalamt

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