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Unlingen/Uttenweiler: Betrunkener Fahrer im Gegenverkehr

Ein betrunkener 60-Jähriger geriet mehrfach in den Gegenverkehr und verursachte einen Unfall, während Zeugen die Polizei informierten.

Foto: Depositphotos

Ulm (ost)

Augenzeugenberichten zufolge soll der 60-jährige Fahrer gegen 17 Uhr auf der B312 bei Unlingen in auffälligen Schlangenlinien gefahren sein. Der Fahrer des Audi A6 Avant soll angeblich zuvor auf der B311 aus Ertingen kommend mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Dabei soll er laut Zeugen sowohl auf der B311 als auch auf der B312 mehrmals in den Gegenverkehr geraten sein. Eine Zeugin reagierte richtig und verfolgte das Fahrzeug mit der ungewöhnlichen Fahrweise. Die Frau gab auf der B312 regelmäßig Standortmeldungen durch, so dass die Polizei den Autofahrer kurze Zeit später auf der B312 bei Uttenweiler stoppen und einer Kontrolle unterziehen konnte. Ein Alkoholtest ergab, dass der Fahrer etwa 2 Promille im Blut hatte.

Während seiner gefährlichen Fahrt kam es auch zu einem Verkehrsunfall mit Sachschaden. Denn eine Autofahrerin und weitere Verkehrsteilnehmer mussten offenbar dem entgegenkommenden Audifahrer ausweichen, um eine Kollision zu verhindern. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Laut den ersten polizeilichen Erkenntnissen führte das riskante Fahrverhalten des Audifahrers anscheinend zu keinen weiteren Sachschäden. Der 60-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht und musste eine Blutprobe abgeben. Sein Führerschein wurde eingezogen. Das Auto musste er zurücklassen. Die Polizei Riedlingen hat nun Ermittlungen unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr aufgenommen. Zeugenhinweise werden von der Polizei erbeten. Insbesondere weitere potenzielle Geschädigte, die dem Audifahrer ausweichen mussten, werden gebeten, sich unter Tel. 07371/938-0 zu melden.

Die Polizei warnt: Wer unter Alkoholeinfluss fährt, gefährdet sich selbst und andere. Denn Alkohol beeinträchtigt die Wahrnehmung, führt zu falschen Einschätzungen von Geschwindigkeiten und Entfernungen, verengt das Sichtfeld, beeinträchtigt Reaktionen und Koordination und hemmt die Hemmungen. Diese Kombination ist gefährlich. Daher empfiehlt die Polizei, Alkoholkonsum und das Fahren strikt zu trennen. Damit alle sicher ans Ziel kommen.

++++0884659(TH)

Bernd Kurz, Tel. 0731/188-1111

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon endeten 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Fälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926 Fälle, was 85.09% ausmacht. In der Ortslage innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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