Feuerwehr schlägt Schneise in Wald, um Eingeklemmte zu befreien
Unterreichenbach: Auto stürzt Böschung hinunter

Schömberg/Unterreichenbach (ost)
Schömberg/Unterreichenbach. In der Nacht von Sonntag auf Montag, 10. August kam ein 18-jähriger BMW-Fahrer auf der Kreisstraße zwischen Schwarzenberg und Unterreichenbach im Kurvenbereich Höhe Zufahrt nach Bieselsberg/Gewerbegebiet von der Fahrbahn ab und stürzte rund 40 Meter eine Böschung hinunter. „Gott sei Dank hat ein Anwohner aus Kapfenhardt das Unfallgeschehen gehört und nachgeschaut“, berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter, Zugführer Siegfried Stoll von der Alarmierung um 0:23 Uhr. Denn von der Kreisstraße aus konnte der Unfallwagen nicht gesehen werden. Gleichzeitig war genau das die Herausforderung für die Einsatzkräfte, die mittels Sägen eine Schneise in den Wald schlugen. „Sowohl Mannschaft als auch hydraulisches Gerät wurden über Seile den Hang hinuntergelassen“, verwies der Einsatzleiter auf die Topografie an der Stelle. Diese musste zudem ausgeleuchtet werden und der Brandschutz am verunfallten Wagen sichergestellt werden. Bei der vorherrschenden Trockenheit in Verbindung mit der Motorhitze des Autos hätte es sonst verheerende Auswirkungen haben können. Mit der Drohne wurde deshalb das Geschehen aus der Luft begleitet. Insgesamt waren die Feuerwehrabteilungen Bieselsberg und Schömberg mit rund 40 Brandschutzkräften in acht Fahrzeugen im Einsatz. Während zwei der drei Fahrzeuginsassen eingeklemmt waren, konnte sich der Fahrer selbständig aus dem Auto befreien. „Mit Schleifkorbtragen wurden die Betroffenen den Hang hinauf zur Straße gebracht und dem Rettungsdienst übergeben“, erläuterte Stoll. Aufgrund der Verletzungen war neben drei Rettungswägen und Notarzt auch ein Hubschrauber vor Ort. Die Polizei, die mit drei Streifenwägen und sechs Beamten im Einsatz war, zog zur Klärung der Unfallursache einen Gutachter hinzu und beziffert den entstandenen Sachschaden auf rund 2000 Euro. Vor diesem Hintergrund blieb die Kreisstraße K 4365 bis in die frühen Morgenstunden gesperrt. Die Feuerwehr rückte um 4:17 Uhr von der Einsatzstelle ab. Mittels Kran soll der Unfallwagen am Montag aus der Böschung gehoben werden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon entfallen 33630 Unfälle auf Personenschäden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 10355 Fälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 260926 Fälle, was 85.09% entspricht. In der Ortslage innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








