Ermittlungen führten zur Festnahme eines 40-Jährigen und zur Identifizierung eines 43-Jährigen. Bei Wohnungsdurchsuchung wurden Drogen und Waffen gefunden.
Verhaftet wegen Falschgeld: Betäubungsmittel entdeckt

Schwanau / Friesenheim (ost)
Das Inverkehrbringen von Falschgeld hat zur vorläufigen Festnahme eines 40 Jahre alten Mannes und im Zuge der weiteren Ermittlungen zur Identifizierung eines weiteren 43-Jährigen Verdächtigen geführt. Bei der Wohnungsdurchsuchung bei dem älteren der beiden Männer stießen die Beamten zudem auf Betäubungsmittel in nicht geringen Mengen. Die Folgen für den 43-Jährigen waren eine Richtervorführung und Inhaftierung. Die notwendigen Beschlüsse zur Durchsuchung der Wohnungen sowie der Antrag auf Untersuchungshaft wurden zuvor von der Staatsanwaltschaft Offenburg beim Amtsgericht Offenburg erwirkt. Ins Rollen kamen die Ermittlungen bereits am 13. Mai 2026. Vor rund drei Monaten soll der 40-Jährige in der Bäckerei eines Discounters einen falschen 50 Euro Geldschein verausgabt haben. Eine Angestellte der Bäckerei erkannte den mutmaßlichen Schwindel und verständigte die Polizei. Der Mann konnte noch vor Ort von Beamten des Polizeipostens Schwanau vorläufig festgenommen werden. Bei einer am gleichen Tag erfolgten Durchsuchung wurden bei dem vorläufig Festgenommenen noch weitere Falsifikate sichergestellt. Im Zuge der weiteren Ermittlungen durch die Beamten der zuständigen Fachinspektion der Kriminalpolizei stießen die zivilen Polizisten dann auf den drei Jahre älteren Mann. Auch er steht in dringendem Verdacht, gefälschte Geldscheine in den Zahlungsverkehr eingebracht zu haben. Die Durchsuchung seiner Wohnung erfolgte am Mittwoch (12. August 2026). Während hierbei in Bezug auf das Falschgeldverfahren keine weiteren “Blüten” aufgefunden werden konnten, wurden die Einsatzkräfte jedoch auf einer anderen Schiene fündig. In der Wohnung wurden verschiedene Drogen, unter anderem Kokain und Amphetamin in nicht geringen Mengen, sowie verbotene Waffen, wie ein Butterflymesser, Schlagring und Schreckschusswaffen, sichergestellt. Die aufgefundenen Gegenstände lassen den Schluss eines bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln zu. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Offenburg wurde der 43-Jährige am Donnerstag beim Amtsgericht Offenburg vorgeführt. Antragsgemäß erließ das Gericht Haftbefehl. Der deutsche Staatsangehörige wurde im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Der 40-Jährige mit ebenfalls deutscher Staatsangehörigkeit verblieb nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freiem Fuß.
/wo
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle von Drogenkriminalität aufgezeichnet, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 36787 auf 34877. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich von 32420 auf 30714. Unter den Verdächtigen waren 28389 Männer und 4031 Frauen, sowie 10727 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2022 und 26963 Männer, 3751 Frauen und 11419 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 40.049 | 37.873 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36.787 | 34.877 |
| Anzahl der Verdächtigen | 32.420 | 30.714 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 28.389 | 26.963 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.031 | 3.751 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.727 | 11.419 |
Quelle: Bundeskriminalamt








