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Waldhof: Rauschgift-Haftbefehl in Mannheim

Ein 36-jähriger Deutscher wurde wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln festgenommen. Bei einer Verfolgungsjagd wurden gefährliche Gegenstände im Auto gefunden.

Foto: Depositphotos

Mannheim (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von der Staatsanwaltschaft Mannheim und dem Polizeipräsidium Mannheim

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim hat das Amtsgericht Mannheim einen deutschen Staatsbürger im Alter von 36 Jahren wegen des Verdachts des bewaffneten Drogenhandels in Haft genommen.

Am Mittwoch, den 5. August 2026, gegen 10:00 Uhr sollte der Verdächtige mit seinem Audi in Mannheim-Waldhof einer Polizeikontrolle unterzogen werden, da er angeblich mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein soll. Er versuchte zunächst, der Kontrolle durch rücksichtsloses Fahren mit Geschwindigkeiten von über 120 km/h in der Stadt zu entkommen.

Nur wenige Minuten später wurde der Audi im Käfertaler Wald verlassen und verunglückt von einer Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Mannheim-Sandhofen gefunden. Im Auto wurden etwa 130 Gramm Amphetamin gefunden. Außerdem befand sich in der Nähe des Audis der Rucksack des 36-Jährigen, in dem weitere knapp 8 Gramm Amphetamin entdeckt wurden. Neben Drogen fanden die Beamten im Fahrzeug eine Vielzahl gefährlicher Gegenstände: zwölf Messer, eine selbstgebaute Kettenpeitsche und eine geladene Schreckschusspistole.

Intensive Fahndungsmaßnahmen nach dem flüchtigen Verdächtigen führten noch am selben Tag zu seiner vorläufigen Festnahme in Mannheim-Waldhof.

Am gestrigen Tag, dem 6. August 2026, wurde der 36-Jährige dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim einen Haftbefehl wegen bewaffneten Drogenhandels erließ. Nach Eröffnung des Haftbefehls wurde dieser vollstreckt und der Verdächtige anschließend inhaftiert.

Die Untersuchungen der Ermittlungsgruppe Rauschgift der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg und der Staatsanwaltschaft Mannheim dauern an.

Gegen den Verdächtigen wird auch wegen des Verdachts auf Durchführung eines alleinbeteiligten Autorennens sowie unerlaubtes Entfernen vom Unfallort ermittelt.

Das Polizeirevier Mannheim-Sandhofen bittet Personen, die durch das Verhalten des 36-Jährigen gefährdet wurden oder sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall geben können, sich unter der Telefonnummer 0621 77769-0 beim Polizeirevier Mannheim-Sandhofen zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 36787 auf 34877 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 32420 auf 30714, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 28389 auf 26963 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 4031 auf 3751 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 10727 auf 11419. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 40.049 37.873
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36.787 34.877
Anzahl der Verdächtigen 32.420 30.714
Anzahl der männlichen Verdächtigen 28.389 26.963
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4.031 3.751
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 10.727 11.419

Quelle: Bundeskriminalamt

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