Ein strahlender Sommertag am Bodensee kann täuschen. Plötzlich aufziehende Föhnlagen, gefährliche Strömungen und der dichte Schiffsverkehr bergen erhebliche Risiken für Schwimmer und Wassersportler.
Warnhinweise für sicheres Verhalten am Bodensee

Bodensee (ost)
Ein sonniger Tag am Bodensee kann täuschen. Plötzlich auftretende Föhnwinde, gefährliche Strömungen und der hohe Schiffsverkehr stellen große Risiken für Schwimmer und Wassersportler dar. Vor den bevorstehenden Sommerferien veröffentlichen die Wasserschutzpolizei Baden-Württemberg und die DLRG Bezirk-Bodensee-Konstanz gemeinsame Warnhinweise. Diese geben Ratschläge, wie sich Badegäste im Notfall verhalten sollten und warum ein Sprung in den See ohne angemessene Vorbereitung lebensgefährlich sein kann.
Ein sicheres Badeerlebnis beginnt bereits vor dem Eintauchen ins Wasser. Schwimmer sollten sich niemals abkühlen, wenn sie überhitzt sind, direkt nach intensiver Sonneneinstrahlung oder nach körperlicher Anstrengung. Um Krämpfe oder einen Schock zu vermeiden und den Kreislauf zu schonen, sollte der Körper langsam an die Wassertemperatur gewöhnt werden. Es ist ratsam, vor dem Schwimmen Arme, Beine und Nacken mit Wasser zu benetzen. Zudem sollte vor dem Schwimmen auf schwere Mahlzeiten und Alkohol verzichtet werden. Ein ausreichender Sonnenschutz und regelmäßige Flüssigkeitszufuhr können Kreislaufprobleme an heißen Tagen verhindern. Im Falle eines Muskelkrampfes im Wasser ist es wichtig, ruhig zu bleiben, sich auf den Rücken zu drehen, die betroffene Stelle zu lockern und gegebenenfalls um Hilfe zu rufen. Hilferufe von anderen müssen ernst genommen werden, und der Rettungsdienst sollte umgehend über die Notrufnummer 112 informiert werden.
Ruhe ist auch geboten, wenn man in flachen Gewässern in dichte Seegrasfelder gerät. Hektische Bewegungen können zu Verwicklungen führen. Stattdessen sollte man ruhig aus den Pflanzen herauskommen. Bei längeren Schwimmstrecken ist es ratsam, sich mit einer Begleitperson abzusprechen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den schwächsten Badegästen. Nichtschwimmer und schwache Schwimmer sollten sich nur in ausgewiesenen, überschaubaren Flachwasserbereichen aufhalten. Kinder müssen im und am Wasser ständig und aktiv von Erwachsenen beaufsichtigt werden. Aufblasbare Schwimmtiere oder Luftmatratzen bieten keinen Schutz vor dem Ertrinken und sind kein Ersatz für Schwimmkenntnisse. Zertifizierte Schwimmhilfen wie Schwimmflügel oder Schwimmwesten bieten zusätzliche Sicherheit, ersetzen jedoch nicht die elterliche Aufsichtspflicht. Der Seegrund fällt in vielen Abschnitten bereits wenige Meter vom Ufer entfernt steil ab, was ungeübte Schwimmer und Kinder schnell in Gefahr bringen kann.
Quelle: Presseportal








