Feuerwehr Weil am Rhein stoppt Xylol-Austritt im Umschlagbahnhof. Einsatzkräfte sichern Brandschutz und führen Messungen durch. Keine Gefahr für Bevölkerung.
Weil am Rhein: Feuerwehr stoppt Gefahrstoffaustritt

Weil am Rhein (ost)
Am Freitag, dem 10. Juli 2026, erhielt die Feuerwehr Weil am Rhein um 18:41 Uhr einen Alarm wegen eines Gefahrstoffaustritts am Umschlagbahnhof. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, trat weiter Xylol aus einem Tankcontainer aus. Die Menge des ausgetretenen Stoffs wurde nach dem Einsatz auf etwa 60 Liter geschätzt, basierend auf der Wiege des Tankcontainers vor und nach dem Vorfall.
Nach einer ausführlichen Erkundung wurden die weiteren Einsatzmaßnahmen auf Basis der gesammelten Informationen festgelegt. Ein Gefahrenbereich wurde im direkten Umfeld des Tankcontainers eingerichtet und abgesperrt, beschränkt auf einen kleinen Bereich innerhalb des Umschlagbahnhofs. Die Feuerwehr sorgte gleichzeitig für Brandschutz und führte umfangreiche Messungen auf dem Gelände und in der Umgebung durch. Erhöhte Messwerte wurden nur unmittelbar am Tankcontainer festgestellt, die Bevölkerung war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Aufgrund der Entfernung zum nächsten Hydranten musste eine Löschwasserversorgung über mehrere hundert Meter aufgebaut werden. Um genügend Wasser zur Kühlung des Tankcontainers zu haben, wurde die Löschwasserversorgung im Verlauf des Einsatzes erweitert, mit zusätzlichen Einsatzkräften. Nach etwa 30 Minuten Kühlung führte die Feuerwehr eine kontrollierte Druckentlastung über die Ventile durch, dann wurden die Anschlussarmaturen nachgezogen. Durch diese Maßnahmen konnte der Stoffaustritt gestoppt werden, Kontrollen bestätigten, dass kein weiterer Stoff austrat.
Die hohen Temperaturen waren eine besondere Herausforderung. Die Arbeit in den Feuerwehrschutzanzügen führte bereits zu großer körperlicher Belastung der Einsatzkräfte. Einige Maßnahmen mussten in flüssigkeitsdichten und chemikalienbeständigen Schutzanzügen durchgeführt werden, was die Wärmebelastung für die Einsatzkräfte erhöhte. Das Deutsche Rote Kreuz stand bereit, um die medizinische Versorgung der Einsatzkräfte sicherzustellen. Die Versorgungs- und Logistikeinheit der Feuerwehr Weil am Rhein kümmerte sich um die Versorgung der Einsatzkräfte während des Einsatzes.
Nach den Aufräumarbeiten konnte der Einsatz gegen 23:00 Uhr beendet werden.
Insgesamt waren etwa 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz, Bundes- und Landespolizei sowie der Deutschen Bahn im Einsatz. Die Einsatzleitung hatte Feuerwehrkommandant Frank Sommerhalter.
Quelle: Presseportal








