Am 04.05.2026 fanden in Nürnberg mehrere Versammlungen statt. Die Polizei sorgte für einen ordnungsgemäßen Ablauf und trennte die politischen Lager.
Ansbach: Versammlungsgeschehen in Nürnberg

Nürnberg (ost)
Am Montagabend (04.05.2026) fanden in Nürnberg mehrere sich bewegende Versammlungen statt. Die Polizei sorgte für einen weitgehend geordneten Ablauf der Versammlungen.
Ab 18:30 Uhr versammelten sich etwa 50 Personen unter dem Motto „Für friedlichen politischen Diskurs, Meinungsfreiheit und Demokratie“ am Jakobsplatz. Gleichzeitig begannen mehrere angemeldete Gegenproteste in unmittelbarer Nähe, an denen insgesamt etwa 150 Personen teilnahmen. Um die Teilnehmer der verschiedenen politischen Lager voneinander zu trennen, errichtete die Polizei Absperrgitter am Jakobsplatz.
Nach der Eröffnungskundgebung starteten die Teilnehmer des ersten Treffens einen Marsch durch die Innenstadt. Dieser war auch von der Veranstalterin durch die Kartäusergasse (Straße der Menschenrechte) angemeldet worden. Das Ordnungsamt als zuständige Versammlungsbehörde hatte zunächst die Verlegung dieses Abschnitts und einer geplanten Zwischenkundgebung dort angeordnet. Die Anmelderin hatte gegen diese Auflage beim Verwaltungsgericht Ansbach geklagt, das sie in einer Eilentscheidung am Montagnachmittag aufhob. Diese Entscheidung wurde am Abend vom Verwaltungsgerichtshof in München im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens bestätigt.
Aufgrund der genannten Route hatten sich bereits am frühen Abend vereinzelt Personen im Bereich der Kartäusergasse versammelt. Diese wurden von Polizeibeamten abgewiesen und in Richtung der angemeldeten Versammlungsflächen geleitet. Eine Frau folgte dieser Anweisung trotz mehrfacher Aufforderung nicht. Nachdem sie auch einem mehrfach ausgesprochenen Platzverweis nicht nachkam, wurde sie schließlich für die Dauer der Versammlung in polizeilichen Gewahrsam genommen.
Während des Marsches fanden auch am Kornmarkt (Höhe Eingang Kartäusergasse) mehrere spontane Versammlungen gegen die erste Kundgebung statt. Hier nahmen etwa 30 Personen teil.
Im weiteren Verlauf bildeten kleinere Gruppen an verschiedenen Orten Sitzblockaden, von denen eine umgangen werden konnte. In zwei weiteren Fällen mussten die als Versammlung eingestuften Aktionen von der Einsatzleitung eingeschränkt werden, indem die Teilnehmer mehrmals aufgefordert wurden, die Strecke freizumachen und den Protest an einem nahegelegenen Ort fortzusetzen. Einige Personen folgten dieser Aufforderung nicht, weshalb sie letztendlich von Polizeibeamten beiseite getragen werden mussten. Anschließend leitete die Polizei entsprechende Ermittlungen ein.
Um 21:20 Uhr war das Versammlungsgeschehen beendet. Die Nürnberger Kriminalpolizei prüft nun, ob es weitere Verstöße im Zusammenhang mit den Versammlungen gab, und übernimmt die Ermittlungen zu den gemeldeten Straftaten.
Unter der Leitung der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte waren Kräfte der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken, der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Nürnberger Verkehrspolizei sowie der Kriminalpolizei Nürnberg im Einsatz.
Verfasser: Marc Siegl
Quelle: Presseportal








