Schweinfurter Zoll beteiligt sich an bundesweiter Schwerpunktprüfung gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung. Finanzkontrolle Schwarzarbeit kontrolliert Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten und Mindestlohn.
Aschaffenburg / Bamberg / Schweinfurt / Würzburg: Paketdienstleister im Fokus

Aschaffenburg / Bamberg / Schweinfurt / Würzburg (ost)
Am vergangenen Mittwoch führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls eine bundesweite Schwerpunktprüfung in der Kurier-, Express- und Paketbranche durch. Das Ziel der Maßnahmen war die Überprüfung der Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten, des Mindestlohngesetzes, der rechtmäßigen Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte und des ordnungsgemäßen Bezugs von Sozialleistungen.
Das Hauptzollamt Schweinfurt beteiligte insgesamt 93 Beschäftigte der Standorte Bamberg, Schweinfurt und Würzburg an den Kontrollen. Im Fokus standen sowohl die Fahrerinnen und Fahrer bei der Auslieferung als auch die Arbeitsprozesse in den Logistikzentren.
Insgesamt wurden 217 Arbeitnehmer von den Zollbeamten zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt. Zudem wurden vor Ort 14 Geschäftsunterlagenprüfungen bei den Arbeitgebern der Branche eingeleitet.
Die Auswertung der Befragungen ergab in 21 Fällen erste Anhaltspunkte für mögliche Verstöße, die weitere Prüfungen durch die FKS erforderlich machen. Die Verdachtsmomente gliedern sich wie folgt:
Am Kontrolltag wurden insgesamt 14 Ordnungswidrigkeitsverfahren und ein Strafverfahren wegen illegalen Aufenthalts eines ausländischen Arbeitnehmers eingeleitet.
An die Kontrollen schließen sich nun umfangreiche Nachprüfungen an. Die vor Ort erhobenen Daten der Arbeitnehmer werden mit der Lohn- und Finanzbuchhaltung der Unternehmen sowie den Daten der Sozialversicherungsträger abgeglichen.
Zusatzinformation:
Durch umfangreiche Prüf- und Ermittlungsverfahren trägt der Zoll entscheidend zur Sicherung der Sozialsysteme und Staatseinnahmen bei und ermöglicht faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen.
Die Prüfungen des Arbeitsbereichs Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) erfolgen risikoorientiert. Dabei führen die Zollmitarbeiter sowohl stichprobenartige als auch vollständige Prüfungen aller Arbeitnehmer eines Arbeitgebers durch. In besonders von Schwarzarbeit betroffenen Branchen führt die FKS ganzjährig regelmäßig bundesweite und regionale Schwerpunktprüfungen mit erhöhtem Personaleinsatz durch und sorgt so für eine hohe Anzahl an Prüfungen in der jeweiligen Branche.
Quelle: Presseportal








