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Augsburg-Hochfeld: Betrugsserie in Augsburg

Die Kriminalpolizei ermittelt nach mehreren Betrugsfällen in Augsburg. Ältere Menschen wurden um hohe Geldbeträge betrogen.

Foto: Depositphotos

Augsburg (ost)

Hochfeld – Am Donnerstag (21.05.2026) ereignete sich ein Fall von Callcenter-Betrug mit einer neuen Betrugsmasche, bei dem eine 85-jährige Frau in der Schertlinstraße betroffen war.

Um 13.15 Uhr wurde die 85-Jährige von einer bisher unbekannten Täterin angerufen. Diese gab sich als Mitarbeiterin der Bank aus. Im Verlauf des Gesprächs entlockte die Unbekannte der 85-Jährigen verschiedene Details über ihr Vermögen.

Später erhielt die 85-Jährige einen weiteren Anruf. Diesmal von einem vermeintlichen Polizeibeamten. Der falsche Polizeibeamte behauptete, dass der vorherige Anruf ein Betrugsversuch gewesen sei und forderte die Frau auf, das Bargeld den Tätern zu übergeben, um eine Festnahme zu ermöglichen.

Demnach übergab die 85-Jährige einem anderen unbekannten Täter verschiedene Wertgegenstände im oberen vierstelligen Eurobereich. Der falsche Polizeibeamte blieb währenddessen permanent in der Leitung. Anschließend bestätigte er der 85-Jährigen die Festnahme und versprach eine baldige Rückgabe der Wertgegenstände. Diese erhielt die Frau jedoch nie. Die Kriminalpolizei Augsburg ermittelt nun wegen Betrugs gegen die unbekannten Täter. Die 85-Jährige ist deutsche Staatsbürgerin.

Augsburg – Am Sonntag (24.05.2026) wurde eine 52-jährige Frau Opfer eines Betrugs.

Um 14:15 Uhr erhielt die 52-Jährige einen vermeintlichen Anruf von der zentralen Sperr-Notrufnummer für Kredit- und EC-Karten. Diese Nummer war offensichtlich manipuliert. Der Anrufer behauptete, dass die Konten der 52-Jährigen gehackt worden seien. Um ihr Vermögen zu sichern, führte die Frau mehrere Sofortüberweisungen unter Anleitung des Anrufers durch.

Es entstand ein finanzieller Schaden im unteren sechsstelligen Eurobereich.

Die Kriminalpolizei Augsburg ermittelt nun wegen Betrugs gegen den unbekannten Täter.

Die 52-Jährige besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit.

Pfersee – Am Dienstag (26.05.2026) wurde ein älteres Ehepaar Opfer eines Betrugs mit einem falschen Polizeibeamten.

Um 14:15 Uhr gab sich der bisher unbekannte Täter als russischer Polizist aus und behauptete, dass die Tochter des Ehepaars in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen sei. Um eine Haftstrafe abzuwenden, sei eine Zahlung in Höhe von 100.000 Euro erforderlich. Zudem wurden das Ehepaar von zwei weiteren unbekannten Täterinnen telefonisch kontaktiert, die sich als ihre Tochter und als Krankenschwester ausgaben.

Ein unbekannter Täter erschien dann bei dem Ehepaar und erhielt Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich. Der Abholer sprach ebenfalls russisch mit dem Ehepaar.

Die Kriminalpolizei Augsburg ermittelt nun wegen Betrugs gegen die unbekannten Täter.

Zusätzlich gibt die Polizei folgende Ratschläge, um sich vor solchen Betrügereien zu schützen:

Weitere Tipps und Informationen finden Sie unter folgendem Link:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Bayern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 15889 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 16397 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 5068 auf 5737. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3974 auf 4098, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 2795 konstant blieb und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1173 auf 1303 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 1266 nahezu konstant. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 15.889 16.397
Anzahl der aufgeklärten Fälle 5.068 5.737
Anzahl der Verdächtigen 3.974 4.098
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.801 2.795
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.173 1.303
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.276 1.266

Quelle: Bundeskriminalamt

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